Schule schwänzen - weltweit

Greta Thunberg, Schülerin aus Schweden hat aufgerufen - und alle folgen ihr: Weltweit sollen Schüler am 15. März streiken. Für das Klima. Auch bergische Schülerinnen zieht es dann wieder nach Köln.

© Elenya aus Overath

Bereits seit Wochen wird jeden Freitag fürs Klima demonstriert. Diesen Freitag soll die Protestbewegung «Fridays for Future» den bisherigen Höhepunkt erreichen, mit mehr als 1650 weltweiten Klimakundgebungen. In Deutschland sind knapp 200 Proteste geplant.

Greta Thunberg auf ihrer Instagramseite© instagram/gretathunberg
Greta Thunberg auf ihrer Instagramseite
© instagram/gretathunberg

Die Organisatoren wollen am Freitag so umfassende internationale Schulstreiks fürs Klima auf die Beine stellen wie noch nie zuvor. Deshalb haben sie einen «Global Strike For Future» ausgerufen. Thunberg hatte im August 2018 damit begonnen, vor dem Parlamentsgebäude der schwedischen Hauptstadt Stockholm für eine beherztere Klimapolitik ihres Landes zu demonstrieren. Sie und ihr Schulstreik sind seitdem weltbekannt geworden, in zahlreichen Ländern der Erde demonstrieren Schüler und Studierende nach ihrem Vorbild immer freitags für mehr Klimaschutz. 

Hunderte Schüler aus dem Bergischen beteiligen sich

Viele Schulen im Bergischen unterstützen die Aktion, die meisten haben die Thematik auch im Fachunterricht aufgegriffen (Erdkunde, Politik, Religion).

Einige Lehrer haben mit Schülern Diskussionen über Fridays for Future geführt - sie möchten die Schüler zu "denkenden Menschen" erziehen und die Meinungsbildung fördern, wie sie uns sagten. Die meisten Schulen halten sich aber an die Vorgaben des Ministeriums: Schüler mehrfach zu beurlauben geht nicht, eine einmalige "Exkursion" im Rahmen einer Unterrichtseinheit ist aber in Ordnung.

Vom Paul-Klee Gymnasium in Overath sind vier Klassen in Köln am Freitag dabei. In der Oberstufe gibt es die Möglichkeit, sich für den Tag beurlauben zu lassen.

Die IGP (Bergisch Gladbach-Paffrath) fährt mit 140 Schülern und 10 Lehrkräften im Rahmen einer Exkursion nach Köln. Sie knüpfen so thematisch ans Unterrichtsmaterial an. Die Schüler sind aus den Jahrgangsstufen 8-13. 

Das Aggertal-Gymnasium Engelskirchen macht auch einzelne Exkursionen zur Demo nach Köln innerhalb des Fachunterrichts.

Am EvB in Wipperfürth sind zwei Schüler auf ihren Wunsch hin beurlaubt worden. Der Schulleiter hat mit den beiden anschließend ein Treffen ausgemacht, um darüber zu sprechen. Ihm wäre lieber, die Schüler fingen bei sich selbst an, das Klima zu schützen, nicht bei Demonstrationen.

Am DBG Bergisch Gladbach ist Schulleiter Frank Bäcker ein großer Unterstützer der Aktion. Zu seinem Bedauern sind am Freitag dort die Vorabi-Klausuren, sodass die Stufe 12 schon mal nicht nach Köln kann. Einzelne Beurlaubungen soll es aber geben.

Streikende Schüler in Köln© privat
Streikende Schüler in Köln
© privat

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