
Schutz für Justizbeamte
Mitarbeiter der Justiz geraten auch im Bergischen immer öfter in gefährliche Situationen – das sagt ein Sprecher des Amtsgerichts Waldbröl. Das Düsseldorfer Justizministerium will jetzt ein Pilotprojekt starten, um Gerichtsvollzieher besser zu schützen.
Veröffentlicht: Montag, 05.08.2019 08:36
Künftig sollen Gerichtsvollzieher mit einem Druck auf einen kleinen Knopf in der Hosentasche Hilfe rufen können, wenn eine Situation eskaliert. Ein guter Schritt, denn der Umgangston und auch die Grundhaltung gegenüber Gerichtsvollziehern sei inzwischen aggressiver, ähnlich wie bei Polizisten oder Rettungskräften, heißt es vom Amtsgericht Waldbröl. Wichtig sei aber, dass so ein Alarmknopf nicht dazu führe, dass bei einer möglichen Gefährdungslage die Gerichtsvollzieher alleine losgeschickt werden, mit der Begründung, dass sie in einer Notlage ja den Knopf betätigen könnten.
Bei den Amtsgerichten in Waldbröl, Wipperfürth und Gummersbach hat es in diesem Jahr noch keinen registrierten, gefährlichen Vorfall für Gerichtsvollzieher gegeben. Dem Amtsgericht Bergisch Gladbach liegt ein Fall vor.
Trotzdem sei Gerichtsvollzieher ein Job, der jederzeit gefährlich werden könne, wenn ein Schuldner renitent ist, heißt es auch aus Bergisch Gladbach.