
Solingen: Prozess um tödliche Brandstiftung startet
Der Fall hatte im März letzten Jahres für Entsetzen in der Region gesorgt: Beim Brand eines Wohnhauses in Solingen kommt eine vierköpfige Familie ums Leben – die beiden Kinder sind gerade einmal drei Jahre und wenige Monate alt. Am heutigen Dienstag beginnt am Wuppertaler Landgericht der Prozess gegen den mutmaßlichen Brandstifter. Das Gericht rechnet dabei mit großem Medieninteresse.
Veröffentlicht: Dienstag, 21.01.2025 05:19
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 40-Jährigen unter anderem vierfachen Mord in Tateinheit mit achtfachem versuchtem Mord vor. Er soll Benzin im Treppenhaus des Hauses verschüttet und angezündet haben – damit habe er der Familie jeglichen Fluchtweg genommen. Der Anklagte hatte früher selbst im Hinterhaus des Brandhauses gewohnt. Die Vermieterin hatte ihn gekündigt, daraufhin hatte es einen Rechtsstreit gegeben.
Außerdem werden dem Solinger zwei weitere Brandstiftungen und ein Macheten-Angriff zur Last gelegt: Laut Anklage hatte er bereits 2022 ein Feuer in dem Haus gelegt. Damals konnte die Feuerwehr es rechtzeitig löschen. Bei dem Macheten-Angriff im letzten April soll er einen 44-Jährigen lebensgefährlich verletzt haben. Für den Prozess sind 10 weitere Termine angesetzt. Das Urteil soll Mitte März fallen.