
Solinger Brandanschlag: Prozess zieht sich
Der Prozess um den Brandanschlag von Solingen, bei dem im März 2024 eine vierköpfige Familie ums Leben gekommen ist, zieht sich immer weiter hin. Seit Januar muss sich ein 40-Jähriger unter anderem wegen vierfachen Mordes verantworten. Trotz seines Geständnisses ist noch kein Prozess-Ende absehbar. Heute wird am Wuppertaler Landgericht weiter verhandelt.
Veröffentlicht: Montag, 02.06.2025 08:35
Ursprünglich sollte das Urteil bereits Mitte April fallen, daraus wurde aber nichts. Stattdessen wurden weitere Termine angesetzt. Der letzte davon heute. Doch auch damit hatte die Verlängerung kein Ende. Es gibt elf weitere Termine bis zum 30. Juli. Vor allem das Motiv des Angeklagten sorgt weiter für Klärungsbedarf.
Er selbst sagt, er habe den tödlichen Brand im Treppenhaus wegen „Stress mit der Vermieterin“ gelegt. Die hatte ihm wegen Miet-Rückstanden gekündigt. Dieses Motiv bezweifelt vor allem die Opfer-Anwältin. Es steht im Raum, dass der Mann aus rassistischen Gründen gehandelt haben könnte. Im Prozess sind entsprechende Indizien zu Tage getreten.