
Lebensmittel, Sprit, Strom Heizung - alls so teuer wie noch nie für den privaten Verbraucher. Gerade das Heizen ist in diesem Winter wohl Thema in vielen Haushalten, auch im Bergischen. Gas wird im Schnitt um über 50% teurer, Öl sogar um fast 100%.
Für eine 100 Quadratmeter-Wohnung bei einem Verbrauch von 10.000 Kilowattstunden/Jahr sind das 500 Euro mehr im Jahr. Bei einem Einfamilienhaus, das in etwa doppelt so groß ist, sind es enstprechend schon 1.000 Euro mehr.
Der Bund hat, um die Mehrkosten abzufedern, einen Heizkosten-Zuschlag für Geringverdiener geplant. Dieser beträgt zwischen 115 und 175 Euro und soll im Sommer ausgezahlt werden. Verbraucherschützer kritisieren diesen als ungenügend.
Angela aus Leichlingen weiß nicht, wie sie die hohen Gas- und Wasserpreise auf Dauer bezahlen kann. Sie schaut beim Heizen ganz genau hin.
Manche Räume heizen wir jetzt schon gar nicht mehr. Dann sitzen wir eben mit mehreren Decken auf dem Sofa. Hoffentlich wird das bald wieder besser.
Gabriele aus Leichlingen will aber auf den Komfort nicht verzichten und sucht nach anderen Möglichkeiten:
Ich möchte ja ein warmes zu Hause haben also guckt man dann, dass man Alternativen bekommt. Wir achten eh drauf, dass man Energie nicht unnötig verschwendet. Der Verbrauch ist halt eben da.
Die Verbraucherzentrale NRW rät: Unbedingt informieren und auch nachfragen beim eigenen Anbieter, um den Tarif-Dschungel zu durchblicken. Gegebenenfalls den Anbieter wechseln. Außerdem der Klassiker: sparen. Energie-Berater Thomas Bertram empfiehlt:
Thermostat runterdrehen bzw. ausschalten, wenn das Zimmer verlassen wird. Beim Lüften ausschalten. Immer nur Stoß- nicht Dauer-Lüften. Smart-Heizkörperventile nutzen, Geo-Fencing nutzen und die Temperatur per Smartphone-App steuern.
Auch beim Stromsparen gibt es viele Möglichkeiten. Thomas Bertram:
Stecker-Solargeräte nutzen, ein oder zwei Solar-Panels, die über ein Modul-Wechselrichter den eigen Stromkreis mit Strom unterstützen. 200 Kilowattstunden im Jahr schafft eins, das sind bei den aktuellen Preisen 80 Euro/Jahr, bei zwei entsprechend 160 Euro.
Außerdem klassisch sparen: Statt Trockner die Wäscheleine nutzen, den Router nachts ausschalten, ungenutzte Geräte nicht im Standby lassen, sondern ausschalten.
Weitere Spartipps findet ihr hier.