
Ich mag keinen Sport – also, wenn ich ihn selber machen muss. Ich habe es immer wieder versucht, aber ich habe noch keinen Sport gefunden, der mir im Ansatz Spaß gemacht hätte. Ich habe mich beim Aquafitness gelangweilt, mich in einem plötzlichen Anflug von Motivation mal (ganz kurz) im Fitnessstudio gequält und in meiner Jugend habe ich (recht erfolglos) Tennis gespielt. Zu einer anhaltenden Sportleidenschaft hat es leider nie gereicht. Schwimmen mag ich, bin aber auf Dauer zu faul, immer ins Schwimmbad zu fahren. Grundsätzlich wird es bei mir ganz schlimm, wenn ein Ball ins Spiel kommt: Ich gehöre zu der Abteilung, die einen Ball nicht weit wegwerfen kann, sondern maximal einen Meter schafft – mit grenzwertiger Wurftechnik. Das alles heißt nicht, dass ich nicht für Sport brenne: Ich liebe Sport zum Zugucken! Ich feiere den VfL Gummersbach in der Schwalbe Arena, fiebere mit beim 1. FC Köln im RheinEnergie Stadion oder war früher auch häufig beim Eishockey der Kölner Haie. Wenn ich nicht selber die Sportklamotten anhabe, bin ich auch deutlich enthusiastischer und motivierter. Dann kann ich auch durchaus stundenlang klatschen, jubeln und auch ziemlich laut werden. Vor allem, wenn der VfL zurückliegt, geht es bei den Radio Berglern, die in der Halle dabei sind und zugucken, immer hoch her: Da hält es kaum einen auf den Stühlen – so komme ich zumindest zu ein bisschen Bewegung! Aber jetzt soll alles anders werden: Es nützt ja nix, ab einem gewissen Alter ist meine „No sports – policy“ nicht unbedingt gesundheitsfördernd. Ich habe mir vorgenommen, was zu tun: Eine sportbegeisterte Kollegin hier bei Radio Berg hat mir Fitnessbänder geschenkt – damit kann man „ganz wunderbar zuhause trainieren“, sagt sie. Ich habe inzwischen auch in einem Buch dazu geblättert, mir Videos angeguckt und mir auch von meiner Kollegin Übungen zeigen lassen. Und wisst Ihr was? Ich fühle mich schon viel fitter!