Sportpolitik: Klett neuer LSB-Vize-Präsident

Der Wipperfürther Stefan Klett ist zum neuen Präsidenten des Landessportbundes NRW gewählt worden. Er wird Nachfolger des Bensbergers Walter Schneeloch, der nach Differenzen mit Präsidium und Vorstand nicht mehr antrat.

© LSB NRW/Andrea Bowinkelmann

Der Wipperfürther Stefan Klett ist neuer Präsident des Landessportbundes NRW. Der 52jährige Präsident des Deutschen Aero Clubs und bisheriger LSB-Vize-Präsident für Finanzen wurde bei der Mitgliederversammlung in Recklinghausen von den 417 Delegierten mit großer Mehrheit gewählt. Es gab keinen Gegenkandidaten. Sein Vorgänger, Walter Schneeloch aus Bensberg (u.a. langjähriger DOSB-Vize-Präsident, Vorsitzender Fußballkreis Rhein-Berg, FVM-Vize-Präsident, Beigeordneter Stadt Gummersbach) wurde in Abwesenheit zum Ehrenpräsidenten ernannt.

"Präsidium und Vorstand des Landessportbundes erkennen die herausragenden Verdienste von Walter Schneeloch um den Landessportbund NRW an. Er hat in vier Amtszeiten über 15 Jahre dessen Entwicklung wesentlich geprägt. Die große Struktur-Reform des LSB in den Jahren 2005 bis 2007, in deren Rahmen die Stadt- und Kreissportbünde als Mitglieder aufgenommen wurden und die Führungsstruktur des LSB verschlankt und professionalisiert wurde, bleibt eng mit seinem Namen verbunden" heißt es in einer Präsidiums-Erklärung.

Der 72jährige hatte nach 15 Jahren an der LSB-Spitze nicht wieder für das Amt des Präsidenten kandidiert. Es hatte zuvor Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm, den Präsidiumsmitgliedern und dem hauptamtlichen Vorstand gegeben. Schriftlich war Schneeloch aufgefordert worden seine Kandidatur für eine fünfte Amtszeit zurückzuziehen. Schneeloch gab sich wörtlich "maßlos enttäuscht".

"Wir werden den Blick gemeinsam wieder intensiver auf unsere Sportvereine richten und auch die Kommunikation mit den Bünden und Verbänden verbessern", sagte Klett nach seiner Wahl. Das kann als Seitenhieb auf Schneeloch verstanden werden.

Auch die bisherige LSB-Vize-Präsidentin Michaela Engelmeier aus Engelskirchen trat nicht mehr zur Wahl an.

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