
Streik an der Kölner Uniklinik: verdi zieht Bilanz
Nach dem ersten Streiktag der Klinikbeschäftigten auch an der Uniklinik in Köln zieht die Gewerkschaft verdi eine erste positive Bilanz. Über 400 Beschäftigte der Kölner Uniklinik haben am Mittwoch ihre Arbeit niedergelegt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 04.05.2022 03:59
Mit der sehr hohen Beteiligung demonstrierten die Mitarbeiter Entschlossenheit, sagt die Gewerkschaft. Sie fordert den sofortigen Beginn von Verhandlungen für einen Tarifvertrag, der das Klinik-Personal entlastet. Die Streiks in den sechs Unikliniken in NRW sollen bis Sonntag andauern. Es kommt deshalb auch in der Kölner Uniklinik zu Engpässen. Am Donnerstag gibt es in Köln und Bonn Streikkundgebungen.
Die Beschäftigten kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Versorgung der Patienten. An der Kölner Uniklinik ist eine Notdienstvereinbarung getroffen worden, damit die Patienten versorgt werden. Es ist aber davon auszugehen, dass unter anderem OPs verschoben oder auch weniger Patienten stationär aufgenommen werden. Auch bei ambulanten Terminen kann es zu Einschränkungen kommen.
Über 98 Prozent der Klinik-Beschäftigten hatten sich laut ver.di für die unbefristeten Streiks ausgesprochen. Hintergrund ist, dass die Beschäftigten bis zum 1. Mai einen neuen Tarifvertrag bekommen sollten - die Landespolitik und auch der Arbeitgeberverband hatten das Ultimatum aber verstreichen lassen.