
Studie: 22 Brücken im Bergischen müssen saniert werden
Wie verheerend sich eine Brückensperrung auf eine ganze Region auswirken kann, zeigt bei uns aktuell die mittlerweile gesprengte Rahemede-Talbrücke auf der A45 bei Lüdenscheid. Eine gemeinsame Brücken-Studie der IHKs in der Region und der RWTH Aachen zeigt jetzt: Wenn nicht schnell etwas passiert, droht das nächste, großflächige Verkehrschaos.
Veröffentlicht: Freitag, 19.05.2023 04:18
Insgesamt müssen laut Studie 115 Brücken im überregionalen Straßennetz bei uns saniert werden. 22 davon liegen im Bergischen. Sie alle haben mit der kritischsten Note abgeschnitten. Heißt: ihre Traglast wird dem heutigen Verkehr nicht mehr gerecht - sie müssen bis 2030 gründlich geprüft und gegebenenfalls ersetzt werden.
Weitere 210 Brücken sind zwar in etwas besserem Zustand, aber auch bei ihnen besteht Handlungsbedarf. Mehr als ein Viertel davon steht im Bergischen. Die IHK fordert nun ein schnelles politisches Handeln auf allen Ebenen – helfen könnte zum Beispiel ein Sondervermögen für die besonders systemrelevanten Rheinbrücken.
Besonders schlecht steht es zum Beispiel um die Loopetalbrücke auf der A4 bei Engelskirchen oder die Holzbach-Talbrücke in Overath. Die Experten haben in ihrer Studie auch Faktoren ausgemacht, die einen schnellen Brücken-Ausbau ausbremsen – zum Beispiel zu lange Planungsprozesse.