
Die Leitstellen von Polizei und Feuerwehren haben am Morgen eine vorläufige Bilanz gezogen.
Trotz der vielen umgestürzten Bäume gab es keine Verletzten. Allerdings haben Sturmböen von bis zu 100 Stundenkilometern die Feuerwehren und Polizeikräfte in Dauereinsatz versetzt.
In Bergisch Gladbach hat die Feuerwehr seit 15:30 Uhr mit allen Einheiten die Einsätze vom Sturm abgearbeitet. In kurzer Zeit ist sie zu den ersten 60 Einsatzorten gerufen worden. Das gesamte Stadtgebiet war betroffen. Die Feuerwehrleute haben umgestürzte Bäume von Straßen und Autos geräumt, lose Dachteile gesichert.
Im Stadtteil Hand wurde ein Gebäude durch den Sturm schwer beschädigt. In Romaney ist der Giebel eines Hauses eingestürzt, in Bensberg musste die Feuerwehr Gerüste an Häusern sichern. Bis 23 Uhr hatten die Feuerwehrleute 131 Einsätze abgearbeitet. 140 Kräfte von Feuerwehr und THW waren in Bergisch Gladbach im Einsatz. Um die Verpflegung hat sich das DRK gekümmert.
Im gesamten Rheinisch Bergischen zählte die Feuerwehr gut 320 witterungsbedingte Einsätze bis zum Abend. Meist waren Bäume auf Straßen, Stromleitungen oder auch Autos gestürzt.
Viele Straßen sind noch gesperrt
Mehr als 300 Feuerwehreinsätze im Oberbergischen
Auch im Oberbergischen waren Feuerwehr und Polizei im Dauereinsatz. Die Feuerwehr zählte ca 300 Einsätze. Die Polizei musste mehr als 170 Mal ausrücken, um Straßen wegen umgestürzter oder abgeknickter Bäume abzusichern.
Schwerpunkt waren im Oberbergischen die Kreismitte Richtung Süden, also der Bereich Wiehl, Nümbrecht, Reichshof und Morsbach.
Auswirkungen waren auch auf den Bahnstrecken im Bergischen spürbar. Die Deutsche Bahn hat den Verkehr am Sonntagnachmittag bis zum späten Abend komplett eingestellt. Unter anderem war die Strecke der RB 25 zwischen Overath und Meinerzhagen komplett gesperrt, weil Bäume auf die Gleise gefallen waren.
Desweiteren kam es immer wieder über das gesamte Bergische verteilt zu Stromausfällen.