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Terrorverdacht gegen 15-Jährigen aus Burscheid
© IM NRW | Ralph Sondermann
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Terrorverdacht gegen 15-Jährigen aus Burscheid

Der Vorwurf lautet: Verdacht der Planung und Vorbereitung eines terroristisch motivierten Anschlags.

Das sagt NRW Innenminister Herbert Reul aus Leichlingen. Es geht um die Festnahme eines 15-Jährigen Deutsch-Afghanen aus Burscheid am Dienstag. Er ist der Hauptbeschuldigte. 

Veröffentlicht: Donnerstag, 30.11.2023 05:49

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Gemeinsam mit einem 16-Jährigen aus Brandenburg gilt er als terrorverdächtig, sagt Reul:

Der junge Mann hat in einer Chatgruppe über Anschlagspläne geschrieben. Da gab's Überlegungen wo und wann man was machen könnte. Am Ende hat man sich - und da wurde es dann konkret in diesen Chats - schon auf einen ganz konkreten Anschlagsplan auf einen Weihnachtsmarkt verständigt.

 Aus Sicherheitskreisen heißt es, dass ein Weihnachtsmarkt in Leverkusen das mutmaßliche Anschlagsziel gewesen sein soll. Laut bisher unbestätigten Medienberichten sollen die beiden Schüler geplant haben, am Freitag mit einem LKW in eine Menschenmenge hineinzurasen. Danach hätten sie Benzin verschütten und anzünden wollen, um möglichst viele Menschen zu töten.

Der Hinweis auf die beiden ist aus dem Ausland gekommen – sie sollen mit der Terrormiliz „Islamischer Staat“ sympathisieren. Die mutmaßlichen Pläne der beiden sorgen auch bundesweit für Bestürzung: Bundes-Innenministerin Faeser warnt genau wie Reul vor islamistischen Anschlägen. Besonders eine Tatsache an dem aktuellen Fall, gibt Reul dabei zu denken:

 Was mich an diesem Fall besonders noch einmal beunruhigt ist, dass wieder mal ein sehr junger Täter in diesen Beziehungen genannt wird. Das hängt vielleicht damit zusammen, dass junge Menschen viel im digitalen Raum unterwegs sind. Sie tauschen und vernetzen sich mit Gleichgesinnten in Chatgruppen, Sozialen Netzwerken und über Messenger-Dienste aus und das ist dann offensichtlich manchmal gefährlich.

Derweil hat die Kölner Polizei mit Blick auf den erwarteten Ansturm auf die Kölner Weihnachtsmärkte Stellung zur aktuellen Sicherheitslage bezogen: Aktuell würden sich keine Hinweise ergeben, die eine Neubewertung der Sicherheitslage sprechen. Der Fall zeige, dass das Frühwarnsystem erneut funktioniert habe.

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