Tischtennis: Duda triumphiert beim Masters

Der Bergneustädter Benedikt Duda hat nach einer grandiosen Aufholjagd im Finale das hochklassig besetzte 6. Düsseldorf Masters gewonnen. Der 26jährige besiegte nach 0:3 Rückstand spektakulär Omar Assar noch mit 4:3.

© TTC Bergneustadt

Benedikt Duda heißt der verdiente Sieger des mit Weltklasse besetzten 6. Düsseldorf Masters. Der Bergneustädter setzte sich im Finale nach einer grandiosen Aufholjagd gegen den Ägypter Omar Assar mit 4:3 durch, der in der Vorschlussrunde mit einem Erfolg über Dang Qiu ein deutsches Endspiel verhindert hatte.

Aller guten Dinge sind drei: Nach dem Viertelfinalaus im ersten Turnier gegen Steffen Mengel und der Halbfinalniederlage bei der vierten Auflage gegen Bastian Steger sicherte sich Benedikt Duda bei seinem dritten Start den ersten Masters-Erfolg. Der 26 Jahre alte Linkshänder setzt damit die bislang ununterbrochene Serie der deutschen Turniersiege fort. Nach dem Premierenerfolg von Timo Boll hatten sich zweimal Dimitrij Ovtcharov und einmal Bastian Steger in die Gewinnerliste eingetragen, das Damen-Turnier war an Han Ying gegangen.

Im Endspiel hielt die Nummer 39 der Welt den eine Position im ITTF-Ranking besser eingestuften Ägypter Omar Assar beim 8:11, 10:12, 9:11, 11:4, 11:7, 11:7 und 11:2 trotz eines 0:3-Satzrückstandes am Ende noch verdient auf Distanz. Duda freute sich nach dem Finale über seinen bemerkenswerten Coup von vier gewonnenen Sätzen in Folge: "Gegen Omar spiele ich sehr ungern. Er nimmt die Bälle sehr früh, spielt unglaublich gut von hinten und aus der Halbdistanz. In den ersten drei Sätzen hat er sehr druckvoll gespielt und ich wusste eigentlich gar nicht, was ich machen sollte. Danach habe ich mir einfach vorgenommen, mehr in die Ballwechsel zu gehen, weniger Kurz-Kurz zu spielen und ihn nicht mehr anzuschupfen. Am Ende hat es dann sehr gut geklappt."

Der unterlegene Assar trauerte insbesondere dem nach Führung verlorenen fünften Satz hinterher: "Es war ein gutes Finale. Ich bin glücklich, dass die Zuschauer ein gutes Spiel gesehen haben. Ich habe nach dem 3:0 gehofft, dass ich das Spiel gewinnen kann und hatte im fünften Satz bei einer 7:3-Führung auch meine Chancen. Daher ist es sehr schade, aber Benne war heute auch sehr stark."

In sehenswerten Halbfinals mit vier Top-60-Spielern hatten die beiden Favoriten zuvor die Setzungsliste des Turniers bestätigt. Benedikt Duda besiegte Anton Källberg in sechs Sätzen. Der wie Assar für Borussia Düsseldorf spielende Schwede fand gegen das druckvolle Spiel Dudas nur in zwei Sätzen ausreichend wirksame Mittel und befand: "Es war kein schlechtes Spiel, aber Benne war heute einfach besser als ich. Er war sicherer in den Ballwechseln und hat verdient gewonnen." Mit seiner Halbfinalvorstellung war der spätere Turniersieger sehr zufrieden: "Ich spiele eigentlich nicht so gerne gegen Anton. Zu Beginn hat er viele leichte Fehler gemacht, das hat mir natürlich geholfen. Später wurde er stärker und das Spiel ausgeglichener, aber im sechsten Satz hat für mich alles gepasst, sodass ich den Sieg nach Hause bringen konnte."

Finale:

Benedikt Duda - Omar Assar (EGY) 4:3

Halbfinale:

Benedikt Duda – Anton Källberg (SWE) 4:2

Viertelfinale:

Benedikt Duda - Tobias Hippler 4:2

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