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Über die Entstehung von Lachanfällen im Hause Poullie
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Über die Entstehung von Lachanfällen im Hause Poullie

Sebastian und seine Freundin sind dem Telenovela-Wahnsinn verfallen. Bereits die erste Folge "Sturm der Liebe" hat Lachtränen verursacht.

Veröffentlicht: Montag, 20.06.2022 08:42

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„Sturm der Liebe“, oder „Der erfolgreichste Unfall der Fernsehgeschichte“.


Die neue Lieblingsserie im Hause Poullie ist die Telenovela „Sturm der Liebe“. Die erfolgreichste werktäglich laufende Serie Europas und gleichzeitig ein wunderbar-schrecklicher TV-Unfall. So schlecht, so klischeehaft, dass meine Freundin und ich während unserer ersten gemeinsamen Folge Tränen gelacht haben. Hey, Du hast die Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule nicht geschafft? Bewirb' dich doch bei Sturm der Liebe! Wo andere Serien Szenen dutzende Male drehen, bis sie perfekt sind, sagen sich die SdL-Macher: „Och komm, Du hast zwar gerade deinen Text vergessen, deine Schauspielkollegin mit dem falschen Namen angesprochen, dir das Knie am Türrahmen gestoßen und das Pferd hat dir auf die Schuhe gekackt – aber ansonsten war es doch super, die Szene!“ Als Szenenübergänge werden Landschaftsaufnahmen eingeblendet, die NICHTS mit der Geschichte zu tun haben, die aber schön von den gefühlt vier günstig eingerichteten hoch sterilen Drehorten ablenken. „So, jetzt haben die beiden einen Plan geschmiedet, um den Fürstenhof zu übernehmen, und jetzt guck mal hier, einfach 'ne Wiese.“ Ab und zu zeigen sie auch mal beliebig ein Tier, das die Schnittbildkameracrew zufällig aufgenommen hat, einen Uhu oder ein Wildschweinbaby zum Beispiel, das (selbstverständlich in Zeitlupe, denn in den Achtzigern war das mal richtig angesagt) auf die Kamera zurennt, denn, warum eigentlich nicht? - Das wahrhaft Fürchterliche an SdL ist aber: Wenn ich auch nur eine weitere Folge schaue, werde ich ernsthaft wissen wollten, ob Paul tatsächlich mit Constanze Schluss macht.





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