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Ukraine-Krieg: Firmen sind zurückhaltend
© Foto: Daniel Dähling
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Ukraine-Krieg: Firmen sind zurückhaltend

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine wird auch Firmen im Bergischen zusetzten, das sagt die Industrie und Handelskammer NRW. Steigende Energiekosten und blockierte Lieferketten werden sich bemerkbar machen: Firmen mit Produktionsstandorten in Russland werden die Folgen der Sanktionen besonders zu spüren bekommen, heißt es von der IHK.

Veröffentlicht: Montag, 28.02.2022 16:17

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Das könnte unter anderem auf den Automobilzulieferer Bergische Achsen in Wiehl als auch der Tapetenhersteller AS Création in Gummersbach zutreffen. Beide produzieren unter anderem in Russland. Wie groß die wirtschaftlichen Schäden sein könnten, wissen die Firmen allerdings noch nicht, sagten mir die jeweiligen Sprecher. Zurzeit halten sie sich mit Prognosen zurück, da die politische Lage unberechenbar ist.

Zurückhaltend äußern sich auch die Stahlverarbeitenden Unternehmen im Bergischen, die Produkte nach Russland verkaufen. "Wir enthalten uns jeglicher Stellungnahme", sagte mir zum Beispiel die Sprecherin der Firma Kind und Co in Wiehl. Die IHK fordert allerdings jetzt schon ein Umdenken in der Energiepolitik, damit die Unternehmen auch in Zukunft handlungsfähig bleiben.

Das Unternehmen Schmidt & Clemens in Lindlar hat eine Task Force gebildet, die gerade alle möglichen Auswirkungen auf unseren Geschäftsbetrieb prüft und bewertet. Dies betrifft Kundenaufträge, weiter steigende Energiepreise und eine verschärfte Rohstoffknappheit. Man werde alles unternehmen, um die Auswirkungen auf die Fertigungsstätten und das internationale Geschäft so gering, wie möglich zu halten. 

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