
Weihnachtszeit ist Wichtelzeit! Also zumindest in meinem Umfeld: Gefühlt wird gerade überall gewichtelt: Bei mir im Fitnessstudio, im Freundeskreis und ja – auch auf der Arbeit. Bei uns in der Radio Berg Redaktion wichteln wir dieses Jahr auf der Weihnachtsfeier. In dem Fall allerdings Schrottgeschenke. Und auch mein Sohn muss wichteln: In der Schule und bei der Jugendfeuerwehr. Ich habe die letzte Zeit also gefühlt nichts anderes gemacht, als Wichtelgeschenke besorgt. Und in diesem Jahr wage ich noch ein Experiment: Ich wichtel über Facebook. Genauer gesagt über eine meiner Facebook-Gruppen. In der Gruppe geht es um mein Hobby: Vogelspinnen. Hält bei mir im Freundeskreis sonst keiner – also tausche ich mich online mit anderen aus, die das gleiche Hobby haben. Ich bin jetzt schon ziemlich lange in der Gruppe und „man kennt sich“ dort: Man schreibt regelmäßig, kennt die Tiere der anderen und so weiter. Und weil wir uns da so gut verstehen haben wir uns überlegt, dass Wichteln eine schöne Idee ist. Die Organisatoren der Gruppen haben dafür alle gesammelt, die mitmachen wollen und jedem einen Wichtel zugelost. Und da ist das Problem: Jetzt habe ich ausgerechnet jemanden bekommen, den ich noch gar nicht kenne. Meine Stalking-Versuche bei Facebook sind kläglich gescheitert und ich habe keinerlei Anhaltspunkte. Also stand ich schon mehrfach in der Drogerie, der Zoohandlung und dem Supermarkt auf der Suche nach dem perfekten Geschenk, das gefühlt jedem gefallen würde. Badekugeln, die gut riechen. Blöd, wenn die Person keine Badewanne hat. Besondere Schokolade. Auch blöd, wenn die Person die nicht essen darf. Fragen über Fragen. Aber ein bisschen Zeit habe ich ja noch, das Geschenk muss nämlich erst Heiligabend da sein! Und einen tollen Anreiz habe ich auch: Für mich ist schon ein Wichtelgeschenk bei mir angekommen. Ausgepackt wird aber erst an Weihnachten.