
Unwetter: Lage ruhiger - nur noch wenige Einsätze in der Nacht
Über 3000 Einsätze seit Mittwoch und über 1000 Kräfte von Feuerwehr, THW, DLRG, dem Roten Kreuz und vielen weiteren. Das ist die erste Bilanz der Feuerwehr im Rheinisch Bergischen nach dem schweren Unwetter. „Es war alles unterwegs und im Einsatz, was Blaulicht hat“, so ein Sprecher.
Veröffentlicht: Samstag, 17.07.2021 06:48
Aktuell, am Samstag, sind weiterhin vor allem Leichlingen und Rösrath betroffen. Hier stehen noch immer viele Keller unter Wasser, die Feuerwehr ist weiterhin im Einsatz und pumpt die Keller leer. Dabei bekommt sie Unterstützung von den Einheiten aus den anderen Kommunen im Kreis. Die Ortschaften sind auch weiterhin noch ohne Strom. In der Nacht habe es aber keine akuten Einsätze mehr gegeben, heißt es von der Leitstelle. In Leichlingen wird außerdem weiterhin der 86-jährige Mann vermisst, dessen Haus am Donnerstag abgebrannt war: Das Haus war zum Zeitpunkt des Brandes vom Wasser umgeben, es musste per Polizeihubschrauber gelöscht werden.
Lage im Oberbergischen
Im Oberbergischen Kreis hat sich die Lage deutlich entspannt. Es habe am Abend nur noch wenige kleinere Einsätze im Bereich der Bevertalsperre gegeben, dabei ging es vor allem um vollgelaufene Keller, so ein Sprecher. Außerdem hatte sich auf einem Firmengelände in Kleineichen Wasser angesammelt, dass durch eine Mauer nicht abfließen konnte. Die Einsatzkräfte mussten auch diesen Bereich leer pumpen. Die Anwohner an der Bevertalsperre konnten am Freitagabend in ihre Häuser zurück. Laut der Leitstelle gibt es auch keine Probleme mehr mit der Stromversorgung in den Wohnhäusern im Oberbergischen. Einige Einheiten aus dem Oberbergischen werden am Samstag zur Unterstützung ins Rheinisch-Bergische fahren.
Leichlingen sucht freiwillige Helfer
Die Stadt Leichlingen sucht aktuell zudem vor allem freiwillige Helfer, um den entstandenen Müll wegzuräumen. Denn das Hochwasser hat auch viele Rest- und Biomülltonnen weggespült, die am Tag vor dem Unwetter zur Abholung rausgestellt wurden. Der darin gesammelte Müll ist nun im gesamten Stadtgebiet verteilt. Und der birgt die Gefahr einer Ungeziefer- und Rattenplage. Der Bauhof und die Feuerwehr braucht dabei Unterstützung: An den beiden Infopoints am Stadtpark und der Schule Uferstraße werden Müllsäcke und Handschuhe für freiwillige Müllsammler kostenlos ausgegeben.
Viele Hilfsangebote
Im Bergischen möchten viele Menschen, Organisationen und Firmen den Opfern des Unwetters helfen! Darunter die RheinBerg Galerie in Bergisch Gladbach, der OBI Baumarkt in Wermelskirchen und die IHK Köln. Die Stadt Bergisch Gladbach hat wegen der vielen Hilfsangebote von Bürgern ein städtisches Spendenkonto für Hochwasseropfer eingerichtet.
Weitere Infos gibt es HIER.