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Eingang zum jüdischen Friedhof in Hachenburg, Rheinland-Pfalz
© Brigitte Mackscheidt
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Veranstaltungen über jüdisches Leben "als Signal gegen Antisemitismus" in Rhein-Berg

Vor 1.700 Jahren wurden die ersten Juden in Deutschland urkundlich erwähnt, in Köln. Bundesweit wird diese runde Zahl gefeiert, auch bei uns im Bergischen. 

Veröffentlicht: Montag, 10.05.2021 15:02

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1700 Jahre – soweit reicht die Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland nachweislich zurück. Im Jahr 321 wurden Jüdinnen und Juden in Köln erstmals urkundlich erwähnt. Bundesweit ist daher das große Themenjahr „#2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland“ ausgerufen worden. Auch der Rheinisch-Bergische Kreis feiert dieses besondere Jubiläum und veranstaltet mit dem Katholischen Bildungswerk des Rheinisch- Bergischen Kreises und zahlreichen weiteren Partnern ein umfangreiches Programm. Unter dem Dach des bewährten Veranstaltungsformats FORUM OSTWEST (des Kreiskulturamtes wird mit spannenden Vorträgen, Filmvorführungen, Ausstellungen, einem Themenrundgang, Puppentheater und einer literarischen Lesung die Vielfalt des Judentums sichtbar und erlebbar. Der Blick des FORUMS richtet sich auf unterschiedliche jüdische Strömungen in Deutschland. Auch das jüdische Leben und die jüdische Kultur in Osteuropa werden beleuchtet sowie dessen Migrationsgeschichte. Aber auch auf regionale und lokale Geschichten wird der Fokus gelenkt – so werden bewegende Familienbiografien erzählt sowie spannende Persönlichkeiten aus dem Rheinland vorgestellt.

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Zeichen gegen Antisemitismus

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„Ich freue mich, dass wir uns als Kreis an diesem besonderen Festjahr mit einem gelungenen Programm beteiligen und das jüdische Leben in Vergangenheit und Gegenwart näherbringen. Das ist auch als Beitrag zur Aufklärung zu verstehen – als Signal gegen Antisemitismus und für Vielfalt in der Gesellschaft“, hebt Landrat Stephan Santelmann hervor.


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Spannende Vorträge und ein umfangreiches Kulturprogramm

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„Herzstück des diesjährigen FORUM OSTWEST ist das sogenannte DiskussionsFORUM mit einer spannenden Vortragsreihe“, so Kreiskulturreferentin Charlotte Loesch. „Gemeinsam mit vielen Expertinnen und Experten gehen wir hier der Kultur- und Migrationsgeschichte des Judentums nach.“ Unter anderem spricht Prof. Dr. Yvonne Kleinmann von der Universität Halle über die Geschichte jüdischer Lebenswelten im östlichen Europa. Die Vortragsreihe wird begleitet von einem vielfältigen Kulturprogramm. So zeigt die Bonner Gedenkstätte im Rahmen des GeschichtsFORUMs die berührende Ausstellung „Die Klabers – Geschichte einer jüdischen Familie aus dem Rheinland.“ Das Ökumenische Begegnungscafé Himmel un Ääd wiederum stellt den aus Köln stammenden „Kennedy-Fotografen“ Jacques Lowe vor. Teil des BildFORUMs ist die Filmreihe des Katholischen Bildungswerkes „Jüdische Lebenswelten“, die fiktionale und reale jüdische Lebensgeschichten aus Ost und West erzählt. Das ExpeditionsFORUM bietet einen thematischen Rundgang durch das nahe Zündorf. Die Teilnehmenden begeben sich hier auf eine Spurensuche nach jüdischem Leben auf dem ehemaligen Gebiet des Rheinisch-Bergischen Kreises. In der Podiumsdiskussion des GesellschaftsFORUMs wird die Frage nach jüdischer Identität gestellt, die für viele Jüdinnen und Juden sowohl eine religiöse als auch eine kulturelle ist. Darüber sprechen Vertreterinnen und Vertreter des Judentums und aus dem christlich-jüdischen Dialog, wie z.B. Rabbiner Yechiel Brukner. Im LiteraturFORUM liest die Autorin und Schauspielerin Marina Frenk aus ihrem Debütroman „ewig her und gar nicht wahr“, in dem eine jüdische Familien- und Migrationsgeschichte erzählt wird. In der Ausstellung des KunstFORUMs setzen sich die Künstlerin Ulrike Oeters und der Künstler Michael Wittasseks mit dem Leben und Wirken zweier Menschen mit jüdischem Hintergrund auseinander. So nimmt Ulrike Oeter die deutsche Dichterin Else Lasker-Schüler in den Blick, während Michael Wittassek sich mit dem französisch-litauischen Philosophen und Autoren Emmanuel Levinas beschäftigt. Ein Angebot für Kinder bietet Gerd J. Pohl im Kontext des SchulFORUMs mit seinem Puppenspiel „Der Golem – Joschi und der Mann aus Lehm". Mit kunstvoll gearbeiteten Figuren wird die berühmte jüdische Legende auf feinsinnige und zugleich humorvolle Art gezeigt und in unsere Gegenwart übersetzt. Das Stück richtet sich an Kinder im Grundschulalter und den ersten beiden Jahrgangsstufen der Sekundarstufe II. Aufführungen können von Schulen und anderen Interessierten sowohl im Bensberger Puppenpavillon als auch an jedem anderen passenden Veranstaltungsort wie Schulaula und Kulturzentrum direkt beim Puppenpavillon gebucht werden. 


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Wer macht's?

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Veranstalter des XIV. FORUM OSTWEST ist das Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises und das Katholische Bildungswerk des Rheinisch-Bergischen Kreises. Kooperationspartner sind die Gedenkstätte Bonn, die Kirche St. Engelbert (Pfarrei St. Laurentius Bergisch Gladbach), das Kunstmuseum Villa Zanders, das Ökumenische Begegnungscafé Himmel un Ääd, die Pfarrgemeinde Herz Jesu in Schildgen, das Theater im Puppenpavillon sowie die VHS Bergisch Gladbach.


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Infos für Interessierte:

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Nähere Informationen zum Programm auf der Website Forum-Ostwest.de. Auf der Website können sich Interessierte zu allen Veranstaltungen verbindlich anmelden. Fragen beantwortet das Kreiskulturamt gerne telefonisch unter 02202 132770 oder per Mail an kultur@rbk-online.de. Die Veranstaltungen sind zum Teil als digitale, analoge und hybride Formate geplant und werden flexibel an die jeweilige Corona-Situation angepasst. Daher kann es bei allen Veranstaltungen, insbesondere bei Vor-Ort-Veranstaltungen, zu kurzfristigen Änderungen kommen. Die Website wird daher laufend aktualisiert. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich über die Website für einen Newsletter anzumelden, der über Neuigkeiten informiert. An allen Veranstaltungen gelten die üblichen Hygiene- und Abstandsregeln.


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