
Verkehrsbehinderungen durch Bauernproteste
Die Bauernproteste haben am Montag auch bei uns im Bergischen für massive Behinderungen gesorgt. In Gummersbach haben am Mittag laut Polizei etwa 800 Landwirte mit mehr als 400 Traktoren bei einer großen Kundgebung am Steinmüllergelände demonstriert. Weil der Andrang der Landwirte so groß war, musste die Kundgebung sogar später anfangen.
Veröffentlicht: Montag, 08.01.2024 05:41
Die Straßen rund ums Steinmüllergelände waren zeitweise dicht - das galt zum einen für die An- aber auch die Abreise der protestierenden Landwirte. Die oberbergische Polizei zieht eine größtenteils positive Bilanz. Lediglich in einem Fall hat sie Strafanzeige gestellt: Eine Versammlung mit etwa 100 Teilnehmern und Traktoren in Waldbröl am Montagmorgen war nicht angemeldet.
Die ersten Proteste sind gegen halb sechs an den Autobahnauffahrten auf die A4 in Engelskirchen und Bielstein gestartet. Die Auf- und Abfahrt auf die Autobahn war dort aber jederzeit möglich, sagt die Polizei. Ein weiterer Demozug ist von Radevormwald über Hückeswagen und Wipperfürth zur Kundgebung nach Gummersbach gezogen.
Auch in Bergisch Gladbach sind am Vormittag deutlich mehr Landwirte als erwartet zu einer Demo auf dem Hebborner Hof eingetroffen. Den fast 100 Bauern hatten sich außerdem noch rund 30 Handwerker angeschlossen, die die Proteste gegen die Kürzungen der Bundesregierung unterstützen wollten. In einem Konvoi waren die Landwirte durch die Gladbacher Innenstadt zu den Zentralen der politischen Parteien gefahren und hatten für ein großes Verkehrschaos gesorgt. Die Autofahrer standen teils bis zu 2 Stunden im Stau.
Die Landwirte demonstrieren gegen die geplanten Kürzungen der Bundesregierung. Die Organisatoren sind mit dem Verlauf des Tages zufrieden: Man habe auch aus der Bevölkerung großen Zuspruch aus der Bevölkerung erfahren und hoffe nun auch in der Politik gehör zu finden. Für den Rest der Aktionswoche sind vielerorts im Bergischen weitere kleinere Aktionen geplant.