
Die meisten der 62 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Karstadt haben noch keine Vorstellung davon, wie es mit ihnen weitergehen soll, wenn die Filiale Mitte Oktober für immer schließt. Betriebsrat Roland Brockhoff sagte uns, nur drei hätten bislang eine neue Stelle. Die Mehrheit will bis zum Schluss bleiben und dann in die Transfergesellschaft wechseln, um in Ruhe für einen neuen Job kämpfen zu können. Aktuell sei im stressigen Ausverkauf keine Energie dafür da.
Seitens der Konzernleitung gebe es keine besondere Unterstützung. Die hat wiederum Bürgermeister Frank Helmenstein angekündigt, der bis zum letzten Tag für den Erhalt der Filiale kämpfen will, wie er uns im Interview sagte.
Unklar ist nach wie vor, wie es in dem Verkaufsgebäude weitergehen soll. In dem Einkaufscenter verbleiben weiter 25 kleine Geschäfte. Die Karstadt Fläche werde u.U. aufgeteilt und an verschiedene Interessenten vermietet, sagte uns der Betreiber.