
Viele Unfallhäufungsstellen im Bergischen
Der Tod eines achtjährigen Mädchens Ende Juli in Bergneustadt-Wiedenest hat zu einer hitzigen Diskussion über eine 30er Zone auf der B55 geführt. Nachdem der Rat einen entsprechenden Antrag bereits durchgewunken und sogar noch erweitert hat, wird am Donnerstag ein weiterer Schritt in Richtung Tempo 30 gemacht: Um 14 Uhr findet vor Ort eine Verkehrsschau statt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 14.09.2023 04:37
Verkehrsschau bedeutet: Heute werden Polizei, der Kreis und die Stadt in Bergneustadt-Wiedenest zusammenkommen und sich die Verkehrssituation gemeinsam anschauen. Wann und ob das Tempolimit kommt, ist aber auch dann immer noch offen.
Die B55 ist jedoch nicht die einzige kritische Stelle im Bergischen - überall gibt es Straßen auf denen sich die Unfälle häufen. Laut Unfallatlas des statistischen Bundesamtes gehört vor allem die Kölner Straße in Rösrath dazu. Hier hat es ganze acht Mal gekracht im vergangenen Jahr, immer kamen auch Personen dabei zu schaden. Noch kritischer ist die Situation in Refrath auf der Dolmanstraße, hier hat es allein im letzten Jahr zwölf Mal gekracht, auch immer mit verletzten Personen.
Im Oberbergischen war besonders der Bereich um Wipperfürth und Wipperfeld im vergangenen Jahr anfällig. Hier hat es gleich zwei tödliche Unfälle gegeben - beide auf der B506. Im Rheinisch-Bergischen ist es sowohl in Bergisch Gladbach und Kürten, als auch in Odenthal zu tödlichen Unfällen gekommen - meistens mit Motorrädern auf Hauptverkehrsstraßen.