
"Vielleicht vertrete ich die CDU, wie sie früher einmal war"
Wolfgang Bosbach als Allzweckwaffe, vielleicht sogar als letzte Patrone der CDU? Die Bundes-CDU schickt den Bergisch Gladbacher in den Wahlkampf nach Brandenburg, Thüringen und Sachsen. "Ich halte den Plan für genial. Wenn es hilft, war es eine Idee der CDU-Spitze. Wenn es nicht hilft, ist Bosbach schuld. Das ist eine gute Idee"!
Veröffentlicht: Montag, 22.01.2024 14:00
Es wird ein heißer August für Wolfgang Bosbach aus Bergisch Gladbach. Der frühere CDU-Bundespolitiker macht in Brandenburg, Thüringen und Sachsen Wahlkampf. Dort stehen im Herbst Landtagswahlen an. Die AfD liegt in aktuellen Umfragen in allen drei Bundesländern vorne. Die Bundes-CDU hat Bosbach um Unterstützung gebeten, insbesondere der CDU-Generalsekretär:
"Wenn mein persönlicher Freund Carsten Linnemann diese Bitte äußert, dann sage ich nicht nein. Vielleicht vertrete ich auch für viele noch die CDU, wie sie früher einmal war, also auch mit wertkonservativen Positionen. Und wenn das hilft, die AfD nicht weiter wachsen zu lassen oder sogar etwas schrumpfen zu lassen, dann ist dieser Einsatz die Mühe wert".
Im Interview mit Basti Wirtz - das ihr auf dieser Seite in voller Länge hören könnt - sagt Bosbach unter anderem, wie ihn die deutschlandweiten Proteste gegen Rechtsradikalismus und die AfD berühren, warum für ihn die AfD-Pläne der Remigration eine "vornehme Umschreibung von Deportation" sind, warum in seinen Augen ein AfD-Verbotsverfahren kontraproduktiv ist und inwieweit sein Wahlkampf in den drei Bundesländern vielleicht sein wichtigster ist.