Vollmond, Schlaf und Träume

Heute Nacht ist es wieder so weit: Es ist Vollmond, genau genommen sogar Supermond! Hängt der Mond mit Schlaf und Träumen zusammen?

Beim Supermond erscheint der Mond besonders groß, weil der Erdtrabant auf seiner Laufbahn unserem Planeten sehr nahe kommt. Das nächste Mal können wir dieses Ereignis erst im Jahr 2026 beobachten.

Schlafen wir schlechter bei Vollmond?

Mit dieser Frage setzen sich Wissenschaftler schon seit vielen Jahren auseinander, konnten sie aber nie abschließend klären. Bisher ist es jedenfalls nicht möglich gewesen, einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Vollmond und unserem Schlafverhalten nachzuweisen.

Bisher gibt es zwei Ansätze: Zum Ersten spricht man von einer sogenannten "selbsterfüllenden Prophezeiung". Das meint nur, dass wenn wir uns einreden, dass wir schlechter schlafen werden, wir wahrscheinlich auch wirklich schlecht schlafen. Zum Zweiten ist es in Vollmondnächten natürlich heller als sonst. Und Fakt ist, dass wir bei Dunkelheit besser schlafen können. Also: Jalousien runter, Vorhänge zu, Schlafmaske aufsetzen und sich selber einreden, dass man trotz Vollmond tief und fest schlafen wird!

"Wir wissen, dass wir das Träumen brauchen im Sinne einer seelischen Aufräumarbeit"

Der Kölner Schlafforscher Michael Feld sagt, dass der Großteil dessen, was am Tag passiert, im Traum abgespeichert wird. Dabei können wir uns an die meisten unserer Träume gar nicht erinnern. Das liegt daran, dass wir erst im wachen Zustand wieder Erinnerungen aktiv abspeichern. Deshalb können wir uns in der Regel nur an den letzten Traum vor dem Aufwachen erinnern. Menschen mit Schlafstörungen wachen hingegen öfter auf und erinnern sich somit häufiger an ihre Träume. Und auch die Frage, warum uns Albträume eher im Gedächtnis bleiben, beantwortet sich so - weil sie uns aus dem Schlaf reißen.

Ein weiterer Zweck der Träume?

Für Christiane Neidel, die seit 15 Jahren als Traumdeuterin arbeitet, ist klar, dass Träume auch noch ganz andere Funktionen erfüllen.

"Es geht immer um etwas, das in unserem Leben sozusagen noch fehlt und worüber unser Unbewusstes dann über den Traum versucht, uns [...] einen Hinweis zu geben, wohin könnte der nächste Schritt gehen."

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