
Weitere Aufklärung nach Dreifach-Mord von Overath
Das Landeskriminalamt NRW hat sieben Gewaltdelikte der letzten Jahre im Nachhinein als rechtsextremistisch motiviert eingestuft.
Auslöser für die Überprüfung der alten Fälle war der Dreifach-Mord von Overath aus dem Jahr 2003. Ein Neonazi hatte damals einen Rechtsanwalt, dessen Frau und Tochter erschossen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 04.09.2024 08:21
Der Fall aus Overath bei uns im Bergischen war neu bewertet und nachträglich als rechtsextremes Tötungsdelikt anerkannt worden. Daraufhin hatte das Innenministerium das LKA beauftragt, 30 Mordfälle der letzten Jahrzehnte neu zu prüfen. Sieben der geprüften Fälle bewerten die Experten des LKA jetzt als Taten mit rechtsextremem politischen Hintergrund. Das wird auch in den polizeilichen Statistiken korrigiert. Handelt es sich um Rechtsextremismus, soll er als solcher benannt und auch in der Statistik erfasst werden, sagt Innenminister Herbert Reul.