Weiterhin zu wenig Kinderärzte im Oberbergischen

Der Kinderarztmangel bleibt im Oberbergischen ein großes Problem. Auch gut anderthalb Jahre nach der Schließung zweier Kinderarztpraxen in Wiehl-Bielstein und Engelskirchen wurde noch kein Nachfolger gefunden.

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Auch in Zukunft wird es eher schlechter als leichter, befürchtet Björn Hoffmann, Obmann des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte für den Oberbergischen Kreis. Ein Viertel der Kinderärzte in Oberberg sind über 60 Jahre alt und werden in spätestens fünf Jahren in Rente gehen. Dass sich in einer Zeitspanne von anderthalb Jahren kein neuer Kinderarzt für den Kreis findet, zeigt wie wichtig es ist dem Ärztenachwuchs schon früh eine Niederlassung schmackhaft zu machen, sagt Hoffmann, der selbst Kinderarzt in Hückeswagen ist. Assistenzärzten, die in den Kliniken ausgebildet werden, müssten zeitig und auch in der Praxis erfahren, dass die Arbeit als niedergelassener Kinderarzt lukrativ, interessant und perspektivisch ist. Weiterbildungsverbünde könnten hier eine Lösung sein, so Hoffmann. 

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