
Weltblutspendetag: Menschen spenden zu wenig Blut
Bei uns im Bergischen wird mehr Blut gespendet, als in Großstädten wie Köln. Trotzdem reichen die Blutvorräte oft nicht, das sagen der Blutspendedienst West und das Deutsche Rote Kreuz Oberberg anlässlich des Weltblutspendetages.
Veröffentlicht: Freitag, 14.06.2019 08:25
Der Weltblutspendertag soll Aufmerksamkeit schaffen und neue Spender für eine lebensrettende Blutspende sensibilisieren, denn auch die beste medizinische Versorgung kann nur helfen, wenn genügend Blutpräparate zur Verfügung stehen, heißt es vom DRK. Im Oberbergischen spenden rund 7 Prozent der Menschen Blut, in Köln sind es nur rund 1 Prozent. Trotzdem sind Blutvorräte im Bergischen knapp: Wenn die Vorräte früher für drei Tage reichten, sind sie heute nach 1 1/2 Tagen aufgebraucht, heißt es vom DRK Oberberg. Aber der Bedarf bleibt konstant - alle sieben Sekunden benötigt ein Patient in Deutschland eine Bluttransfusion.
Besonders zu schaffen macht den Blutspendediensten bei uns im Bergischen der demographische Wandel: Denn immer mehr ältere Menschen dürfen wegen des Alters nicht mehr spenden und es sind weniger junge Menschen da, die zudem oft nicht spenden wollen. Die jungen Menschen wollen ihre Freizeit nicht für eine Blutspende opfern, sagt das DRK Oberberg. Im April hatte das DRK Oberberg ein Minus von 500 Spendern im Vergleich zum April 2018.