
Der Rheinisch-Bergische Kreis liegt auf Platz 4 der sichersten Regionen in NRW. Oberberg hatte zuletzt Platz 3 gemeldet. Rhein-Berg hat am Dienstag die aktuelle Kriminalitätsstatistik vorgelegt. Danach ist die Zahl der Straftaten im Jahr 2019 noch einmal um 868 zurückgegangen, auf 11.335. Darunter fallen sowohl schwere Verbrechen als auch minder schwere Betrugsfälle.
Kriminaloberrat Ralph van Uden (Foto) führt den Erfolg auf die günstigen sozialen Bedingungen im Bergischen zurück, aber natürlich auch auf gute Polizeiarbeit. "Für mich ist im Wesentlichen ausschlaggebend, dass polizeiliche Interventionskonzepte, dass polizeiliche Maßnahmen hier auch nachhaltig in gewissen Deliktsbereichen zum Erfolg geführt haben."
Dank Facebook & Co. fühlen wir uns trotzdem in Gefahr
Die Polizei will künftig mit noch mehr Information erreichen, dass die faktische Sicherheit im Bergischen auch in den Köpfen der Menschen ankommt. Weil auf Facebook & Co. andere Eindrücke entstehen, fühlen sich Menschen wesentlich gefährdeter, als sie tatsächlich sind.
Wie das passiert? Auf Facebook werden schwere Straftaten wie Gewaltverbrechen tausendfach geteilt und emotional diskutiert. So entsteht der Eindruck, dass die Gewalt nah ist, obwohl das Risiko, selbst Opfer einer solchen Gewalttat zu werden, statistisch - vor allem hier bei uns im Bergischen - sehr gering ist.
"Aus meiner Sicht ist Information der Bevölkerung das A und O. Den Informationen der Polizei muss und kann man vertrauen", sagt van Uden, "und wir sollten uns nicht verlassen auf irgendwelche Meldungen oder emotional geprägte Diskussionen in sozialen Medien."

