
Abgestiegen. Uff. Ich weiß, für Effzeh-Fans ist das kein neues Gefühl. Für mich aber schon. Nach 30 Jahren Bundesliga geht es für meine Schalker nun sang und klanglos in Liga 2. Verdient, lange absehbar. Aber trotzdem schmerzt es. Ein bisschen.
Aber! Deutlich weniger als gedacht. Immerhin habe ich 2001 noch (Meister der Herzen, der ein oder andere Fußballfan mag sich erinnern) laut heulend auf dem Rasen gelegen, habe vor Wut über Niederlagen vor Wände getreten, eine Fernbedienung kaputt geworfen, im Jubel beim DFB-Pokalsieg 2011 die Straßenbahn mit kaputt gehüpft (falls die Polizei mitliest – es war ein Unfall und „Hüpfen bis die Achse bricht“ kein ernst gemeintes Ansinnen der 100 Schalke-Fans, die dann mitten in der Nacht zum Bahnhof laufen mussten).
Will sagen: Emotionen gehören für mich beim Fußball dazu. Aber nach einem Abstieg mit so langem Anlauf - gefühlt 27 Trainerwechseln, Ärger überall rund um den Lieblingsverein – sind sie fast komplett weg. Trotzdem habe ich selten so viele aufmunternde Nachrichten an einem Tag bekommen wie am Tag des Abstiegs. Und jetzt freue ich mich einfach, dass diese wöchentliche Enttäuschung bald ein Ende hat. Also… bis die Saison in der zweiten Liga los geht. Hoffentlich dann ohne den 1. FC Köln. Es reicht ja, wenn ich leide – und ich freue mich, wenn mir die Effzeh-Fans dann ganz entspannt Tipps geben können für ein Leben in Liga 2. Ich kenne es bisher ja nicht.
Läuft das Topspiel noch montags im DSF?