
Wermelskirchen - immer mehr Details im Missbrauchs-Prozess
Vor dem Kölner Landgericht geht an diesem Mittwoch der Prozess im Missbrauchskomplex Wermelskirchen weiter. Allein bis Ende Februar sind noch 16 weitere Verhandlungstermine angesetzt. Immer mehr Zeugen werden geladen und es wird immer deutlicher, wie sich der 45jährige Angeklagte das Vertrauen der Eltern seiner mutmaßlichen Opfer erschlichen hat.
Veröffentlicht: Mittwoch, 11.01.2023 09:49
In dem Prozess werden ihm über 120 Taten zur Last gelegt. Viele hat er gestanden.
Der jetzt Angeklagte hat den Eltern seiner späteren Opfer unaufgefordert sein Führungszeugnis gezeigt, war freundlich und zuvorkommend. Die Kinder hätten sich immer auf ihn gefreut, berichtet eine Mutter im Zeugenstand. Der Angeklagte soll seine schlafenden Opfer zum Teil sediert haben. Eine weitere Mutter schildert, er habe auf die Frage, warum er als gut verdienender IT-Spezialist nebenbei als Babysitter arbeitet, geantwortet, das sei eine gute Abwechslung zu seinem Job. Außerdem hätten er und seine Freundin noch keine Kinder.