
Wermelskirchen: Obi stößt russische Märkte ab - umsonst
Die Baumarkt-Kette Obi mit Hauptsitz in Wermelskirchen stößt ihre russischen Baumärkte ab und will kein Geld dafür. Man habe «alle juristischen Einheiten ohne Kaufpreiszahlung an einen Investor übertragen», hat das Unternehmen gestern in Wermelskirchen offiziell mitgeteilt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 14.04.2022 04:22
„Obi verschenkt seine russischen Märkte“ , heißt es zum Beispiel beim Handelsblatt.
Obi will durch diesen Schritt einer Enteignung durch die russischen Behörden zuvorkommen, vermuten Branchenkenner. Die Zustimmung zuständiger Behörden stehe in Russland allerdings noch aus.
Unter dem neuen Eigentümer wird die Marke «Obi» in Russland nicht weitergeführt. Damit sei man «weder direkt noch indirekt in Russland tätig», heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.
Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine hatte Obi bereits Anfang März bekanntgegeben, sich aus dem Markt zurückzuziehen. Nun ist dieser Rückzug vollzogen.
Die Tengelmann-Tochter hatte in Russland nach eigenen Angaben 27 Baumärkte und 4900 Mitarbeiter.