
Wichtige Verkehrsentscheidungen in Bergisch Gladbach
Wie soll der Verkehr in Bergisch Gladbach in Zukunft laufen? An diesem Dienstag stehen zu dieser Frage richtungsweisende Entscheidungen im Mobilitätsausschuss an. Unter anderem geht es darum, ob die Laurentiusstraße zur Fahrradstraße werden soll.
Veröffentlicht: Dienstag, 22.11.2022 12:34
Die Innenstädte im Bergischen werden immer voller - vor allem auch in der Rheinisch-Bergischen Kreisstadt Bergisch Gladbach. Der Verkehr in der City soll in Zukunft entzerrt werden.
Eine Maßnahme ist, dass die Laurentiusstraße zur Fahrradstraße werden soll - für die Stadt ein Meilenstein. Nach monatelanger Planung und einer Bürgerbeteiligung soll die Straße zu einer indirekten Sackgasse werden - heißt: Es gibt keine Durchfahrt mehr für Autos, Motorräder und Co - sie werden in die Buchmühlenstraße abgeleitet. Ziel: Weniger Verkehr, mehr Platz für Radfahrer und mehr Sicherheit.
Der Ausschuss soll heute einen Testlauf beschließen - im Februar muss der Rat dann die Maßnahme absegnen.
Diskussion um Parkgebühren
Die Empörung war groß, als die Bergisch Gladbacher Stadtverwaltung Anfang November mit dem Vorschlag um die Ecke kam, die Parkgebühren im Stadtgebiet verdoppeln zu wollen. An diesem Dienstag ist die Gebührenordnung erstmals im Ausschuss Thema - und siehe da: Die Stadt ist zurückgerudert und hat die Erhöhungen deutlich abgemildert. Die Vorlage wurde überarbeitet. Statt von 100%-igen Gebührenerhöhungen soll das Parken in Bergisch Gladbach ab dem kommenden Jahr nun zwischen 20 und 50 Prozent teurer werden.
Die Stadtverwaltung will an den Gebühren schrauben, weil sie ab 2023 auf einen großen Teil der Einnahmen aus den Parkautomaten Steuern abführen muss und somit hohe Verluste befürchtet.
Auf dies ersten Pläne hagelte es seitens der CDU und Bergisch Gladbacher Bürgern massiv Kritik.
Die letzte Entscheidung fällt Mitte Dezember im Rat.