
Widerstand gegen kalte Duschen und Hallen wächst
Lindlar macht es zum Beispiel, Rösrath auch und jetzt auch Bergisch Gladbach. Die größte Stadt in Rhein- und Oberberg hat beschlossen: In diesem Winter bleiben die Duschen der städtischen Sportanlagen wegen der Energiekrise kalt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 05.10.2022 04:42
Und: In den Sporthallen wird die Grund-Temperatur auf 16 Grad gedrosselt.
Es seien "harte Einschnitte", so Bürgermeister Frank Stein, aber er hoffe "auf Verständnis für die nötigen und schmerzlichen Maßnahmen". Sonst müssten Sporthallen geschlossen werden, so Stein.
Die Vereine betonen, dass sie die vom Landessportbund angesetzten Energie-Einsparungen von 20% zwar mittragen wollten, aber das gehe zu weit. Henrik Beuning vom Kreissportbund Rhein-Berg rechnet mit rückläufigen Vereins-Angeboten und mittelfristig mit schlimmeren Folgen als durch Corona.
Die Befürchtung: Eltern schicken ihre Kinder aus Angst vor Erkältung nicht mehr zum Training, Senioren-Sport in nur 16 Grad kalten Hallen dürfte zum Erliegen kommen.
Christopher Braun von der Handball-Spielgemeinschaft Refrath/Hand bezweifelt zudem, dass alle Mannschafts-Sportler bei der Stange bleiben und rechnet mit Verletzungen.
Außerdem hält er kalte Hallen und kalte Duschen auf Leistungssport-Niveau wie im Handball und Badminton in Refrath den Gastvereinen gegenüber für schwer kommunizierbar.
Wermelskirchen geht den umgekehrten Weg. Hier hat der Rat beschlossen, dass nach den Herbstferien in den Hallen wieder warm geduscht werden kann.