Wie sieht in Zukunft unser leidgeprüfter Wald aus?

Den Anblick kennen wir inzwischen alle: Da, wo mal Wald war, ist jetzt immer öfter kahle, gespenstische Stille. Das darf so nicht weitergehen.

© Brigitte Mackscheidt

Waldbesitzer, Wissenschaftler, Förster, Umweltschützer und viele andere wollen eng zusammenarbeiten und nach Lösungen suchen für die Zukunft des Waldes. Dazu hatte der Oberbergische Kreis auf Schloss Homburg eingeladen. Unter der Überschrift "Der oberbergische Wald im Jahr 2050". Da gab es dann für Waldbesitzer und alle, die irgendwie mit Wald zu tun haben, Vorträge und Referate von Experten.

Nach Stürmen, Trockenheit und Borkenkäfer-Befall gilt es, die Wiederbewaldung der kaputten Flächen klimastabil und auch für die Waldbauern sinnvoll und möglichst einheitlich zu gestalten. Die Lösung der Zukunft heißt: Mischwald.

Allerdings braucht der noch viele jahre, um zu wachsen. Solange leidet die Forstwirtschaft. Der Markt ist mit Holz überschwemmt, der Holzpreis im Keller. Und das Aufräumen kostet Geld, das der Waldbauer nicht bekommt.

Spazierengehen verbieten und uns für den Wald zahlen lassen?

Hans Hardt vom Waldbauernverband forderte deshalb am Rande der Tagung eine Steuer, um die Entfernung von toten und kranken Bäumen zu finanzieren. Außerdem müsse wegen der Gefahren im Wald über ein Verbot des Pilz-Sammelns und Spazierengehens (!) gesprochen werden. Denn bis der Wald aufgeräumt ist, fallen weiter tote Bäume nach und nach um.

Der Waldbauernverband hat angekündigt, eine solche Waldtagung als Vorbild für weitere, auch in anderen Landkreisen und Städten vorzuschlagen.

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