Wiederaufbau: Zwei Monate nach der Unwetterkatastrophe

Vor zwei Monaten hat das Hochwasser auch im Bergischen großen Schaden angerichtet. Vor allem da, wo die Agger, die Sülz und die Wupper über die Ufer getreten sind, mussten Menschen ihre Häuser verlassen, ganze Ortschaften sind evakuiert worden, einige Häuser wurden komplett zerstört, viele sind bis heute große Baustellen.

Hochwasser Leichlingen
© Heike Magnitz

Herbert, 80 Jahre, aus Leichlingen-Nesselrath lebt momentan, genau wie viele seiner Nachbarn, in der ersten Etage seines Hauses. Das Erdgeschoss und der Keller wurden komplett entkernt.

Außerdem haben die meisten Nesselrather nach wie vor weder Internet noch Telefon.

Wir sind hier regelrecht von der Welt abgeschnitten und können noch nicht mal einen Notruf absetzen.

Das Handynetz war in Nesselrath schon vor der Hochwasserkatastrophe schwach. Die Telekom will die Leitungen bis Weihnachten Instand gesetzt haben, sagte ein Sprecher gegenüber den Anwohnern.

Die Renovierung der Gebäude läuft teilweise auch schleppend, weil die Handwerker kaum noch freie Termine haben. Heribert braucht zum Beispiel dringend neue Türen, findet aber niemanden, der sie ihm zeitnah machen kann

Ich laufe hinter den Schreinern her, wie der Teufel hinter einer armen Seele

Termine sind teilweise erst Mitte nächsten Jahres zu bekommen. Hinzu kommt eine ständige Kostenkalkulation und ein Abwägen zwischen dem, was die Versicherung zahlt und dem was investiert werden muss.

Die Sanierung zu finanzieren kann vor allem für Menschen zum Problem werden, die keine Elementarversicherung abgeschlossen haben, Hier versucht die Aktion Lichtblicke zu helfen.

Wie auch ihr für die Aktion Lichtblicke spenden könnt, erfahrt ihr hier







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