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Wiehler SPD-Politiker Wilfried Hahn gestorben
© Stadt Wiehl
Wilfried Hahn
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Wiehler SPD-Politiker Wilfried Hahn gestorben


Die Wiehler Kommunalpolitik trauert um Wilfried Hahn. Der ehemalige SPD-Politiker ist am Montag im Alter von 79 Jahren gestorben. Das hat die Oberbergische Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit mitgeteilt. Hahn war langjähriger Vorsitzender der Gesellschaft und hatte sich intensiv mit der jüdischen Kulturgeschichte seiner Heimat befasst. 2017 wurde er mit dem Rheinland-Taler des Landschaftsverbands ausgezeichnet. Geehrt wurde er damals auch für seine Verdienste um die Mundart im südlichen Oberberg.Schon 2006 hatte Wilfried Hahn das Bundesverdienstkreuz erhalten. Für die SPD war Hahn viele Jahre lang Mitglied im Kreistag und im Wiehler Stadtrat.

Veröffentlicht: Montag, 13.05.2019 12:28

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Hier die Erklärung der Oberbergischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit:


Hahn stand der Gesellschaft von 1988 bis 1999 und noch einmal von 2012 bis 2015 als Vorsitzender vor. Der ehemalige Schulamtsdirektor, ausgezeichnet für sein ehrenamtliches Wirken mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (2006) und dem Rheinland-Taler des Landschaftsverbandes Rheinland (2017), hat wesentliche Verdienste um das Zustandekommen und die Entwicklung der Gesellschaft. Als Pädagoge stand für ihn die Aufklärung über die Entstehungsgeschichte, deren Hintergründe und den Verlauf des sog. Dritten Reiches, seiner Willkürherrschaft und der millionenfachen Vernichtung der europäischen Juden im Mittelpunkt. Dem dienten zahlreiche Vortragsveranstaltungen und Reisen zu den Erinnerungsstätten nationalsozialistischer Verbrechen. Die Gedenkveranstaltung zum 9. November an der Gedenkstätte des jüdischen Friedhofes in Nümbrecht geht auf seine Initiative zurück und war ihm stets ein besonderes Anliegen.

Der tief im christlichen Glauben verwurzelte Sozialdemokrat Wilfried Hahn war auch auf dem Felde der Kommunalpolitik vielfach engagiert, viele Jahre im Kreistag des Oberbergischen Kreises wie zeitweise auch im Rat der Stadt Wiehl. Er fühlte sich auf vielen Ebenen seiner oberbergischen Heimat verbunden und verpflichtet. Um die Oberbergische Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und die Verständigung mit dem Judentum hat er sich in jeder Weise verdient gemacht.

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