Wölfe bald auch im Bergischen?

Die Schäfer im Bergischen und alle anderen Weidetierhalter sind im Moment in Alarmbereitschaft. Der Wolf ist wieder da. In Kierspe ist zuletzt ein Wolf offiziell bestätigt worden, in Loope soll einer gesehen worden sein und auch in anderen Randgebieten des Bergischen.



Das rät der Wolfsexperte des NABU Oberberg – Dietmar Birkhahn – wenn Ihr einem Wolf begegnet:

„Einfach ruhig stehen blieben, den Wolf anschauen, auch gerne mit ihm sprechen, damit er weiß, Ihr seid keine Gefahr. Denn alles, was leise ist, stellt eine Gefahr für den Wolf dar. Was leise ist, greift an, so denkt er.

Aber was laut ist - wie spielende Kinder im Wald - ist keine Gefahr für den Wolf und das merkt er sich auch.

Zieht Euch dann langsam zurück. Nicht weglaufen, sondern einfach langsam rückwärts zurückziehen“.


Schäfern und Besitzern anderer Weidetiere empfiehlt der Experte einen elektrischen Zaun von mindestens 1 Meter 20. „Bekommt der Wolf einen Stromschlag, den er überhaupt nicht einschätzen kann, wird er überhaupt kein Risiko eingehen, dass er diesen ein zweites Mal bekommt“, so Birkhahn.


Zweifel an Schutz durch Elektrozäune

Schäfer wie Peter Schmidt aus dem oberbergischen Gummersbach haben aber Zweifel. Er sagt, dass es auch Wölfe gibt, die locker über einen Zaun springen können, der 1 Meter 20 hoch ist.

Daher fordert er, dass der Wolf geschossen werden darf. Auch, weil der Wolf nicht mehr bedroht sei.