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Woelki sagt zwei Stunden vor Gericht aus
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Woelki sagt zwei Stunden vor Gericht aus

"Ich schwöre, so wahr mir Gott helfe". Unter diesem Eid hat der Kölner Erzbischof Kardinal Woelki am Dienstagnachmittag vor dem Kölner Landgericht ausgesagt. Dort hat Woelki gegen einen Bericht der Bild-Zeitung geklagt.

Veröffentlicht: Dienstag, 28.03.2023 08:47

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Es geht um die Behauptung der Zeitung, der Kardinal habe von den Missbrauchsvorwürfen gegen einen Pfarrer gewusst und ihn trotzdem befördert. Woelki hat in seiner zweistündigen Befragung erneut bestritten, den Inhalt der Personalakte gekannt zu haben.

Woelkis Aussage: Er habe die Personalakte nicht gekannt, auch nicht die Warnung der Polizei, den Priester nicht mit Kindern und Jugendlichen arbeiten zu lassen. Ihm sei gesagt worden, das seien nur Gerüchte, etwa dass er gerne mit Messdienern in die Sauna gehe oder mal jemanden durchgekitzelt habe. Weiter nachgefragt, habe er nicht. Und dass der Mann früher Sex mit einem minderjährigen Prostituierten hatte, sei ja schon lange her, man müsse auch mal vergeben und einen Punkt machen, so Woelki vor Gericht.

In einem Monat soll das Urteil gesprochen werden. 

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