
Wupperverband: Bisher kein hitzebedingtes Fisch-Sterben
Haufenweise tote Fische. Dieses Bild zeigt sich als Folge der Hitze aktuell an mehreren Orten in Deutschland. Bei uns im Bergischen brauchen wir uns darum zurzeit allerdings keine Sorgen machen, sagt der Wupperverband. In seinem Gebiet gibt es aktuell keine Hinweise auf an Hitze gestorbene Fische.
Veröffentlicht: Mittwoch, 03.08.2022 08:37
In unseren Bächen und Flüssen heizt sich das Wasser nicht so stark auf, sagt der Wupperverband. Dazu kommt, dass die einheimischen Fische an die Temperaturen angepasst sind und durch die Geschwindigkeit des Wassers und die Bewegungen darin auch bei hohen Temperaturen ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.
Anders kann es dagegen in privaten Teichen aussehen. Bei solch kleineren, stehenden Gewässern kann es aufgrund der Erwärmung und der stärkeren Abbau-Prozesse zu einer sogenannten Sauerstoff-Zehrung kommen, die für die Fische im Teich auch tödlich enden kann.
Sorgen machen dem Verband dagegen die aktuellen Pegelstände. Durch die Trockenheit der letzten Wochen sind sie derzeit niedrig. Insbesondere kleinere Bäche führen nur wenig Wasser. Um das auszugleichen, braucht es die Talsperren. Aktuell wird unter anderem aus der Wuppertalsperre bei Radevormwald so viel Wasser abgegeben, dass die Wupper am Pegel Kluserbrücke in Wuppertal einen Wasserstand von rund 19 Zentimetern hat, beziehungsweise einen Abfluss von ca. 3.500 Litern pro Sekunde. Mit diesem Wasser werden zurzeit also Fische und andere Lebewesen vor dem Austrocknen bewahrt.