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Bergisch Gladbach Kritik an Mobilitätskonzept

Die Initiative Leben und Arbeiten in GL - also in Bergisch Gladbach, kritisiert das Mobilitätskonzept der Stadt. Sie stimmt der Stadt zwar zu, dass sich im Bereich Verkehr etwas ändern muss, allerdings findet sie die Herangehensweise der Stadt nicht richtig. Die Zeit- und Kostenvergleiche würden fehlen.


Das Konzept der Stadt verfolgt das Ziel, acht Prozent weniger Autos auf den Straßen in der Stadt zu haben. Die Initiative kritisiert: Die Stadt bedenkt nicht, dass die Bürger dann deutlich länger unterwegs sind, wenn sie Bus oder Bahn nutzen. Dadurch würde nicht nur die Freizeit der Bürger leiden, sondern auch die Stadtkasse. Denn weniger Zeit auf der Arbeit würde auch weniger Steuereinnahmen für die Stadt bedeuten. Die Initiative spricht von bis zu knapp 12 Millionen Euro weniger Steuereinahmen.

Die Stadt sagt: Die Zahlen stimmen so nicht und: man habe sowohl Zeit als auch Kosten beachtet. Aber die Zeit in Bus und Bahn sei nicht verloren. Die Bürger können sie für andere Aktivitäten wie lesen nutzen - die Zeit im Auto ist im Vergleich verloren. Die Stadt gibt zu, dass zwar weniger Steuern eingenommen würden, ABER: Weniger Autos auf den Straßen bedeutet auch weniger Straßenschäden und damit Reparaturen. Diese Einsparungen berücksichtige die Kritik von ILA nicht, heißt es von der Stadt. Noch ist eh nichts in trockenen Tüchern. Das Mobilitätskonzept soll erst im Juni beschlossen werden, vorher gibt es auch noch mal eine Bürgerbeteiligung.

(18.01.16)


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