
Corona: 15-Kilometer-Regel im Oberbergischen tritt in Kraft
Weil die 7-Tage-Inzidenz im Oberbergischen über dem Schwellenwert von 200 liegt, gilt im Oberbergischen nun auch ein eingeschränkter Bewegungsradius. Menschen aus dem Oberbergischen Kreis dürfen den Kreis nicht weiter als 15 Kilometer Luftlinie von der Grenze ihrer Heimatgemeinde verlassen. Ausnahmen sind "triftige Gründe". Innerhalb des Kreises dürfen sie sich frei bewegen.
Veröffentlicht: Dienstag, 12.01.2021 08:15
Das Land NRW hat am späten Montagabend eine neue Cornona-Regionalverordnung erlassen. Sie soll die Rechtsgrundlage für die Maßnahme bilden.
Sie legt zum Beispiel auch fest, dass auch niemand ins Oberbergische einreisen darf, der weiter als 15 Kilometer Luftlinie entfernt seinen Heimatort hat.
Triftige Gründe für eine Ein- oder Ausreise in oder aus einem Risikogebiet sind nach der Verordnung zum Beispiel:
- Fahrten zur Arbeit oder zum Ehrenamt
- Schulbesuche, die Fahrt zur Kitas
- Besuche von engen Familienmitgliedern oder Lebensgefährten
- Pflege, Unterstützung oder Betreuung anderer Personen
- Medizinischen oder pflegerischen Dienstleistungen.
Wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen die 15-Kilometer-Regelung verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Sie wird mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro geahndet. Die Verordnung gilt vom 12. bis 31. Januar.
Ziel ist es, private Treffen weiter einzuschränken und die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Inwieweit die Maßnahme dazu geeignet ist, ist umstritten.
Schärfere Maßnahmen gelten bereits seit Montag
Bereits in der Nacht auf Montag hatte der Kreis weitere Maßnahmen veranlasst, darunter ein erweitertes Kontaktverbot. Mehr als ein Haushalt und eine Person dürfen sich nun auch im privaten Bereich nicht mehr treffen. Außerdem gilt von 22 Uhr bis 5 Uhr eine Ausgangssperre.
Der Kreis hatte zuletzt mitgeteilt, dass der Großteil der Infektionen im privaten Bereich passieren. Landrat Jochen Hagt mahnte die Oberberger in einer Videobotschaft: "Bleiben Sie bitte mit ihrem Hintern zuhause."
Landrat Jochen Hagt zu neuen Corona-Maßnahmen im Oberbergischen Kreis.