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Engelskirchen: Urwald entsteht beim Höhlenerlebniszentrum
Bürgermeister Gero Karthaus hat den Plan für den Urwald in Engelskirchen geschmiedet
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Engelskirchen: Urwald entsteht beim Höhlenerlebniszentrum

Engelskirchen bekommt einen Urwald, es dauert zwar noch ein paar hundert Jahre bis er fertig ist, aber der Plan von Bürgermeister Gero Karthaus dafür steht.

Veröffentlicht: Montag, 29.11.2021 08:31

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Rund 150 Hektar Wald, das entspricht ungefähr 200 Fußballfeldern, sollen rund um die Aggertalhöhle und das Windloch verwildern. Dort kann der Wald dann machen was er will, zum Beispiel können Bäume umkippen wann und wo sie wollen. Gero Karthaus, Bürgermeister von Engelskirchen und Doktor der Biologie, sieht dieses Gelände als ideal für einen Urwald. Es ist vorwiegend ein Kalksteingebiet, ein großer Teil davon steht bereits unter Naturschutz. Optimale Bedingungen, sagt Karthaus:

Dieses Kalkgestein bedingt zahlreiche geologische Phänomene, ist aber auch die Basis für eine besonders reichhaltige Natur.

Wenn das Gebiet verwildern darf, erhofft sich der Bürgermeister noch mehr Artenvielfalt. Gleichzeitig soll Mitten in diesem Gebiet auch das Höhlenerlebniszentrum entstehen, in dem die Windlochhöhle präsentiert werden soll, die wohl spektakulärste Höhle in NRW. Karthaus sieht darin jedoch keine Gefährdung für den Urwald, solange die Besucher auf den Wegen bleiben. Das üppige Grün, was jetzt schon teilweise dort ist, soll sich ungehindert ausbreiten dürfen. Allerdings werden die Wege freigehalten, da die Besucher nicht gefährdet werden sollen.

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Bald größer Naturwald in NRW

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Ein kleiner Buchenwald im Oberbergischen Reichshof-Puhlbruch wird bereits seit Mitte der 1970er Jahre sich selbst überlassen, die Bäume sind dort bis zu 190 Jahre alt. Auf abgestorbenen Bäumen wachsen große Pilze, es liegen ein paar umgekippte Bäume herum, jedoch sieht der Wald nicht so sehr nach Wildnis aus. Das muss ein wilder Wald aber gar nicht, erklärt Förster Thomas Weber:

Der Wald reinigt sich selber, das ist tatsächlich so. Bäume die hier umgekippt sind, verrotten relativ schnell, man sieht sie nach ein paar Jahren schon nicht mehr. Das sieht dann wieder ordentlich aus, die Natur ist allgemein sehr ordentlich.

Die Artenvielfalt ist bisher in diesem Wald deutlich gestiegen.

Mit 150 Hektar wäre der Urwald in Engelskirchen der größte Naturwald in NRW und würde damit einen großen Beitrag zu einem ökologischen Gleichgewicht darstellen.

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Ein Urwald für Engelskirchen
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