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Nach tödlichem Unfall: Ermittlungen auf A3 zeigen erschreckende Details
© Straßen.NRW
Konstruktionen wie diese wurden bei der Überprüfung der Lärmschutzplatten an der A3 gefunden. Offenbar wurde eine zusätzliche Schraube eingesetzt, weil die erste nicht passte. Alle Platten mit solchen nicht fachgerecht ausgeführten Verschraubungen werden mit einer zusätzlichen Halte-Konstruktion gesichert.
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Nach tödlichem Unfall: Ermittlungen auf A3 zeigen erschreckende Details

Bei den Ermittlungen im tragischen Unfalltod durch eine Lärmschutzwand auf der A3 bei Köln-Dellbrück sind skandalöse Details ans Licht gekommen: Wie jetzt bekannt wurde, wusste der Landesbetrieb Straßen.NRW seit 12 Jahren, dass einige der tonnenschweren Lärmschutzwände nicht korrekt befestigt waren. 

Veröffentlicht: Donnerstag, 26.11.2020 16:06

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Aus Platzgründen habe die zuständige Baufirma 2008 mit geschweißten Winkeln improvisiert. Sieben der tonnenschweren Betonplatten sind so befestigt. Straßen.NRW hatte die Lärmschutzwände daher nur unter Vorbehalt abgenommen und einen Bericht über die Statik gefordert. Den hat die Baufirma aber nie eingereicht. Inzwischen ist das Unternehmen insolvent. 

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Weiteres Gutachten wurde nicht in Auftrag gegeben

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Straßen.NRW hat aber auch von keiner anderen Firma ein entsprechendes Gutachten anfertigen lassen. Das soll sich künftig ändern, meldet der Landesbetrieb. Vor knapp zwei Wochen war eine 66-jährige Autofahrerin unter einer der Betonplatten auf der A3 bei Köln-Dellbrück begraben worden. Sie war sofort tot.

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