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 Fluten
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Zwei Jahre nach dem Hochwasser

Genau vor zwei Jahren hat das Hochwasser auch im Bergischen verheerende Schäden angerichtet, zum Beispiel in Leichlingen.  Die Wupper hatte die Innenstadt nahezu komplett überschwemmt. 17 Millionen Euro Soforthilfe hat das Land bereitgestellt.

Veröffentlicht: Freitag, 14.07.2023 04:46

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Damit konnte der größte Teil der Schäden behoben werden, einige Baustellen gibt es aber immer noch.  

Der Rathauskeller, die stark in Mitleidenschaft gezogenen Hauptschule und die Aula am Gymnasium bleiben auch 2 Jahre nach der Flut Baustellen in Leichlingen. Der Schulbetrieb an der Hauptschule wird zum großen Teil nach wie vor in eine naheliegende ausgelagert, Angebote zur n Sanierung des Gebäudes inklusive Turnhalle werden noch eingeholt. Immer noch in Planung ist auch die Sanierung der großen Aula am Gymnasium, die zu einer hochmodernen Multifunktionshalle werden soll. Dafür soll die Sanierung des Rathauses aber im Herbst diesen Jahres abgeschlossen werden, heißt es von der Stadt    


 

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Psychische Belastungen sind noch immer sehr groß

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Sie sei selbst erstaunt darüber, dass auch zwei Jahre nach dem Hochwasser der Strom an Hilfesuchenden nicht abreißt. Im Gegenteil: Die Nachfrage wird größer. Das sagt Andrea Schnackertz von der Diakonie Köln. Zusammen mit ihrem Team führt sie in den betroffenen bergischen Gebieten psychologische Beratungen durch, zum Beispiel in Rösrath.

Versicherungen, die immer noch Probleme machen, Menschen, die noch nicht in ihre Häuser zurück können oder, die die Schäden nach dem Hochwasser unterschätzt haben und jetzt doch nochmal sanieren müssen - das alles ist Stress und schlägt auf die Psyche.

Einige Betroffene würden mittlerweile, durch die Wiederaufbaumaßnahmen auch unter Folgekrankheiten wie Burnout leiden, so Schnackertz.

Andere wiederum seien gerade erst fertig mit Baumaßnahmen und kommen erst jetzt dazu das Geschehene zu Verarbeiten. Für das Team der Diakonie ist das Hochwasser immer noch Alltag und so nah wie nie. Schnackertz rechnet damit, dass ihre Arbeit auf jeden Fall noch zwei weitere Jahre im Bergischen gebraucht wird. 

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Alle Geschäfte in Rösrath sind wieder offen

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Damals setzte die nahgelegene Sülz in Rösrath große Teile der Stadt komplett unter Wasser. Die Folgen sind auch noch heute sichtbar, sagt Bürgermeisterin Bondina Schulze. Zum Beispiel sei eine Fußgängerbrücke immer noch gesperrt, Privatleute kämpfen immer noch mit Versicherungen. Hinzu kommt der Materialmangel.

Auch wenn es ein langer Weg war und noch längst nicht alles beim alten, haben mittlerweile alle Geschäfte in Rösrath wieder geöffnet. Besonders in Hoffnungsthal, am Rathausplatz und entlang der Hauptstraße waren Wohnhäuser und Geschäfte stark betroffen.



Mehr Infos, wie es zwei Jahre nach dem Hochwasser im Bergischen aussieht, gibt es hier:

https://www.radioberg.de/artikel/zwei-jahre-danach-1706861.html

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