Erfolgreiche Bombenentschärfung in Gummersbach

Eine Weltkriegsbombe ist Mittwochabend in Gummersbach erfolgreich entschärft worden. Zuvor hatte sie für große Aufregung gesorgt, denn 277 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Drei Straßen mit 79 Gebäuden waren von der Evakuierung betroffen.

Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit mit Einsatzleiter Karl-Heinz Richter
© Radio Berg

Die Bombe und Fragmente einer zweiten Bombe waren am Nachmittag bei Wege-Bauarbeiten in einem Waldstück zwischen Niederseßmar und Bernberg im Bereich Schüttenhöhe gefunden worden – dabei soll es sich um eine amerikanische Fliegerbombe gehandelt haben.

Gegen kurz vor 21 Uhr dann die Entwarnung: Der Kampfmittelräumdienst aus Köln hat die Bombe entschärft. Zuvor waren die Anwohner bei drei Klingelrunden und mit Lautsprechern aufgerufen worden, ihre Wohnungen zu verlassen. Die Eugen-Haas-Halle diente als Notunterkunft.

Die Stadt Gummersbach hatte einen Krisenstab eingerichtet. Keine alltägliche Situation, sagte auch Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit, der vor Ort war. Es habe aber alles sehr gut funktioniert.

Neben dem Kampfmittelräumdienst waren Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt, DRK und Sanitätsdienst im Einsatz. Nach der erfolgreichen Bombenentschärfung konnten die Anwohner gegen 21 Uhr zurück in ihre Wohnungen. 

Die Evakuierung hatte bis in den Abend gedauert: Die Anwohnenden sind von Ordnungsamt und Feuerwehr mit Lautsprecherdurchsagen und Klingeln an der Haustür informiert worden. Insgesamt mussten 79 Gebäude in den Straßen Dörnenstraße, An der Schüttenhöhe und zum Silbersiefen geräumt werden.

Für alle, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen konnten, diente die Eugen-Haas-Halle als Notunterkunft. Dort wurden die Betroffenen betreut und vom DRK versorgt. Rund 20 Menschen hatten sich hier eingefunden. Wer selbst nicht mobil war, konnte sich von der Feuerwehr zur Halle bringen lassen. Bevor der Kampfmittelräumdienst mit der Arbeit beginnen konnte, musste auch der Luftraum über Gummersbach für diesen Zeitraum gesperrt werden. Nach einer Stunde konnte Entwarnung gegeben werden und die Bombe war erfolgreich entschärft worden.

Tatsächlich waren zwei Weltkriegsbomben gefunden worden, von einer der beiden Bomben waren aber nur noch Fragmente übrig, so das sie nicht mehr aktiv war und nicht entschärft werden musste.

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