Nach der Wahl: Bergische Stimmen zur Ampel-Sondierung

Es ist eine erste wichtige Richtungsentscheidung zehn Tage nach der Bundestagswahl: Auch die FDP will erst einmal mit SPD und Grünen über eine mögliche Ampel-Koalition sprechen. Nun gibt es erste bergische Reaktionen.

Bei der rheinisch-bergischen SPD ist die Freude über diese Entscheidung groß, sagt der Kreisvorsitzende Marcel Kreutz:

Ich begrüße die Entscheidung sehr, weil endlich kann eine Koalition gebildet werden mit Parteien, die Fortschritt wollen in diesem Land. Wir haben jetzt die drei Wahlgewinner, die die Chance haben eine Koalition zu bilden und dann endlich ans Arbeiten zu kommen. Denn am Ende zählt, egal was hier passiert, Verbesserungen hier bei den Menschen im Bergischen ankommen.

Ähnlich äußert sich auch die oberbergische Bundestagsabgeordnete der Grünen, Sabine Grützmacher. Sie sieht in dieser Entscheidung vor allem für den gesellschaftspolitischen Bereich eine große Chance - hier seien die Überschneidungen in einem Ampel-Bündnis größer. Etwas verhaltener gibt sich die Kreisvorsitzende der oberbergischen FDP, Ina Albowitz:

Ich freu mich als erstes mal, dass es weitergeht, Denn wenn ich an die letzten Koalitionsverhandlungen denke, hat das ewig lange gedauert und bis dann eine Regierung gebildet wurde auch ewig lange. Aber die Vorgespräche waren ja schon ganz ordentlich, glaube ich. Und jetzt warten wir dann mal ab, ob die Liberalen sich mit ihren Positionen dann auch durchsetzen können.

Erste Dreiergespräche sind bereits für den Donnerstag geplant. Auch wenn für die FDP laut Parteichef Lindner aus Wermelskirchen Jamaika weiter eine Option ist, spricht zumindest CSU-Chef Söder von einer klaren Vorentscheidung und wertet sie als «de-facto-Absage an Jamaika».

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