Handball: LTV geht in die Insolvenz

Der Abbruch der aktuellen Drittliga-Saison bedeutet das traurige Aus für den Drittliga-Dino Leichlinger TV. Weil der Spielbetriebs GmbH die Zahlungsunfähigkeit droht, hat sie als erster Drittligist jetzt Insolvenz angemeldet.

© Leichlinger TV

Die offizielle Mitteilung der Leichlinger TV Handball-Pirates PIMA Verwaltungs GmbH:

"Aufgrund der wegfallenden Einnahmen aus Sponsoring, Catering, Ticketing u.v.m sieht sich die Geschäftsführung der PIMA Verwaltungs GmbH dazu gezwungen, Insolvenz anzumelden. Die Geschäftsführung der PIMA Verwaltungs GmbH hat beim Amtsgericht Köln wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Anträge auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der PIMA GmbH & Co KG sowie deren persönlich haftender Gesellschafterin und Komplementärin, der PIMA Verwaltung GmbH, gestellt.

Der pandemiebedingte Abbruch der Spielsaison 2019/2020 sowie das bis vorläufig zum 31.08.2020 geltende Versammlungsverbot, damit zwingend einhergehend der Wegfall der kompletten Einnahmen aus Catering, Ticketing und Sponsoring haben die wirtschaftlichen Grundlagen der PIMA unrettbar zerstört und es ist absehbar, dass sich dieser Zustand auch trotz der gesetzlich vorgesehenen Übergangsregelungen nicht entscheidend verändern wird.

Es kommt hinzu, dass ein ausgeschiedener Gesellschafter Forderungen an die PIMA in fünfstelliger Höhe gerichtet hat und der Hauptsponsor Ostermann zum 30.06.2020 sein außerordentliches Engagement leider vollständig einstellen wird. Die Geschäftsführung sieht daher keine Fortführungsperspektive und hat sich nach intensiver Diskussion zu diesem für so erfolgreichen Leichlinger Bundesliga-Handball zutiefst bedauerlichen Schritt entschlossen.

Spieler und Trainer wurden pandemiebedingt digital von diesem Entschluss informiert. Ob der allein betroffene Spielbetrieb der ersten Mannschaft durch den Leichlinger TV und damit den Lizenzträger beim DHB aufrechterhalten bleibt, müssen dessen Gremien entscheiden."

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