RBK: Hitlergruß bringt JU-Vorsitzenden in Erklärungsnot

Sie singen zwar die offizielle Strophe der Nationalhymne, doch der Hitlergruß wird gezeigt. Junge Männer, einer davon ist der Vorsitzende der Jungen Union im Rheinisch-Bergischen Kreis, Fabrice Ambrosini. Die rheinisch-bergische CDU hat wegen des Falls eine Vorstandssitzung einberufen.

© Screenshot, Unkenntlichmachung durch Radio Berg

Es sei eine Geburtstagsfeier vor vier oder fünf Jahren gewesen, sagt der heute 19jährige Ambrosini. Das vier Sekunden lange Video, das uns unbearbeitet vorliegt, zeigt Partybeleuchtung, einen jungen Mann, der den Hitlergruß zeigt. Dahinter steht Ambrosini, in der rechten Hand ein Handy, den linken Arm streckt er wenig zweideutig nach oben.

Er selbst sagt wörtlich: "Ich führe keinen Hitlergruß aus, sondern habe für ca. drei Sekunden die linke Hand gehoben und diese anschließend wieder gesenkt." Von rechtem Gedankengut distanziere er sich.

CDU berät am Mittwochabend

Ein anonymer Absender hatte ein Video der Szene an zahlreiche CDU-Mitglieder und die Medien versendet. Gleich am morgigen Mittwoch wird der Vorstand beraten, sagt Parteichef Uwe Pakendorf:

In der morgigen Sitzung wird Herrn Ambrosini deutlichst zu verstehen gegeben, dass in der CDU Rheinisch-Bergischer Kreis, innerhalb der CDU insgesamt, kein rechtes Gedankengut geduldet wird. Sollte es Anzeichen dafür geben, dass es rechtes Gedankengut innerhalb unserer Partei gibt, werden wir keine Toleranz kennen. Jetzt haben wir die Pflicht, erst mal den Sachverhalt aufzuklären.

Die Sitzung findet Mittwochabend statt.