Statistik: Teilzeit auch im Bergischen immer beliebter

Spätestens seit Kanzler Merz die Arbeits-Einstellung in Deutschland mit seiner Aussage über „Lifestyle-Teilzeit“ massiv kritisiert hat, steht das Thema extrem im Fokus. Nun gibt es neue Zahlen, die zeigen, wie viele sozial-versicherungspflichtige Arbeitnehmer wirklich in Teilzeit tätig sind. Laut den Landes-Statistikern waren es im Bergischen mit Stichtag Ende Juni 2025 etwas mehr als 55.700.

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Damit ist der Trend auch im Bergischen klar: Mit einer Teilzeit-Quote von etwas über 30 Prozent haben sich immer mehr Menschen für dieses Arbeitszeit-Modell entschieden. Das zeigt auch der Vergleich zu vor zehn Jahren: Damals war es noch nicht einmal ein Viertel der bergischen Beschäftigten.

Ebenfalls auffällig: Auch in Rhein- und Oberberg haben immer mehr Männer den Schritt in die Teilzeit gewagt. Allein in Oberberg ist ihre Zahl um mehr als 60 Prozent gestiegen. In Hückeswagen und Wipperfürth hat sie sich sogar mehr als verdoppelt.

Im Kreisvergleich lag die Teilzeit-Quote in Rhein-Berg wesentlich höher als in Oberberg: Mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer im Rheinisch-Bergischen (34,4%) haben zum Stichtag in Teilzeit gearbeitet – im Oberbergischen waren es etwas mehr als ein Viertel (27,7%). Die höchste Teilzeit-Quote bei uns gibt es mit mehr als 43 Prozent in Rösrath – die niedrigste mit knapp 19 Prozent in Morsbach.

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