Stellungnahme zur telefonischen Krankschreibung

Nach wie vor sorgt die telefonische Krankschreibung auf politischer Ebene für heiße Diskussionen: Die CDU will sie abschaffen - die SPD an ihr festhalten. Nun hat der bei uns zuständige Haus-Ärztinnen- und -Ärzte-Verband Nordrhein Stellung bezogen. Seine Vorsitzende zeigt sich empört über das Vorhaben der CDU.

© Radio Berg - Katja Effey

Der Krankenstand werde durch die Abschaffung nicht sinken, sagt Elke Cremer. Stattdessen würden die Wartezimmer grundlos gefüllt und die Belastung für die Praxen im Bergischen und Region und das komplette System steige. Gleiches gelte für das Ansteckungs-Risiko von Personal und Patienten in der Praxis.

Und sie geht noch weiter: Mit der Annahme, dass die telefonische Krankschreibung der Grund für hohe Krankenstände ist, unterstelle man den Ärztinnen und Ärzten flächendeckende Urkunden-Fälschung. Statt der Abschaffung fordert Cremer einheitliche Regelungen: unter anderem, dass es erst nach drei Tagen eine Krankschreibung braucht. 

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