Tag des Videorecorders

Er ist etwas für Nostalgiker: der Videorecorder. 1977 kam er auf den Markt, von da an hat er langsam aber sicher unsere Wohnzimmer erobert. In den 80er Jahren hatten 12 Millionen Menschen in Deutschland einen Videorecorder. Doch dann kam die DVD...

© Pixabay

Wer braucht heut noch einen Videorecorder, wo es doch Netflix gibt? Die Videokassette ist so richtig schöner 80er Jahre Retro. Damals war die Möglichkeit, Filme auf Magnetband aufzunehmen und zu Hause abzuspielen, eine technische Revolution. Heute können wir die dicken Kassetten nur noch belächeln. Zumal die Bild-Qualität alles andere als gut ist. Inzwischen werden Videokassetten auch nicht mehr produziert, in Wermelskirchen kriegt man sie aber noch: Im Second-Hand-Laden von Klaus Göbel werden gebrauchte Schallplatten, Bücher, Hifi-Anlagen, DVDs und Videokassetten verkauft. Film-Klassiker sind dort sehr beliebt, erzählt Klaus:

"Walt Disney und sowas, das wird sehr viel abgegeben und auch gekauft. Sowas wie Miss Undercover gibt es auch ständig oder Mr.Bean ist auch sehr häufig dabei. Und auch vor allem Harry Potter."
Klaus Göbel vor seinem Videokassetten-Regal © Heike Magnitz
Klaus Göbel vor seinem Videokassetten-Regal
© Heike Magnitz

Die Geschichte des Videorecorders

1958 kauft der Südwestfunk den ersten Videorecorder einer amerikanischen Firma, der ist so groß wie ein Kleiderschrank und kostet 400.000 D-Mark. Eine etwas handlichere Variante kommt erst Anfang der 60er-Jahre auf den Markt, sie ist nur noch so groß wie ein Kopierer. Der Videorecorder für alle Haushalte erobert 1977 von Japan aus die Welt. Das neue System heißt "VHS" (Video Home System). Mitte der 80er-Jahre besitzen 12 Millionen Haushalte in Deutschland einen VHS-Videorecorder. Mit dem Jahrtausendwechsel kommt auch der Technikwechsel und die DVD löst die Videokassette ab. 2016 wird die Produktion von Videorecordern und Videokassetten komplett eingestellt.

© Radio Berg

Weitere Meldungen