Vier Dinge, die ihr über Schrottsammler noch nicht wusstet

Sie fahren mit einer ausgesprochen nervigen Melodie langsam durch die Straßen auf der Suche nach unserem Schrott. Nicht immer legal. Schrottsammler und was ihr noch nicht über sie wusstet.

© Brigitte Mackscheidt

1. Der Name

Im Ruhrgebiet heißen sie liebevoll "Klüngelskerle". Anderswo einfach "Schrottis". Historisch hießen sie auch gerne mal "Haderlump", weil sie um Lumpen gestritten haben. Und auch heute noch, weil Metall gerne gestohlen wird, beäugt man sie kritisch. Und damit kommen wir auch schon zum nächsten Punkt:

2. Die Genehmigungen

Oft fehlt sie, die "Ausnahmegenehmigung vom Verbot des Anbietens von Waren oder Leistungen auf der Straße". Oder der Gewerbeschein natürlich. Und was immer örtlich noch gebraucht wird. Zwei bis fünf mal bekommt allein der Rheinisch-Bergische Kreis nach Auskunft einer Sprecherin pro Woche Meldungen über Sammler ohne Genehmigung oder Gewerbeschein. Und das ist nicht die einzige Ordnungswidrigkeit...

3. Die Melodie

Sie nicht nur nervtötend, sondern auch verboten. Die Melodie, deren Komponist übrigens zu seinem Glück unbekannt ist, darf im Straßenverkehr nicht abgespielt werden. Ebenso wie alle anderen Melodien. Es sei denn, man hätte eine Genehmigung. Nur, wer Müll sammelt ohne Genehmigung, der dudelt vermutlich auch ohne Genehmigung.

4. Die Kritik

Für die einen sind sie arme Kerle, für die anderen böse Buben. Die Haderlumpen-Schrottis schnappen den kommunalen Abfallentsorgern die Einnahmen aus dem Metallverkauf vor der Nase weg, schimpfen Kritiker. Und sie entsorgen nicht verwertbare Reststoffe (wie z.B. Kühlmittel oder Isoliermaterial) nicht immer fachgerecht.

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